Jahresbericht 2025
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Avecfilm)
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Eckehard Bielitz bei einem Pressetermin an der Talsperre Gottleuba
(© SMUL / Fotograf Alexander Fuhrmann)
Grußwort
Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2025 zählt zu den trockensten Jahren seit Beginn der Niederschlagsmessungen – auch hier bei uns in Sachsen. Die Folgen des fortschreitenden Klimawandels sind deutlich zu spüren und mittlerweile auch bei unseren sächsischen Talsperren angekommen.
Mit fehlenden Niederschlägen, steigenden Temperaturen und höherer Verdunstung sinken immer häufiger und deutlich wahrnehmbar auch die Zuflüsse und Inhalte der Talsperren. Dadurch werden die in der Öffentlichkeit häufig nur als Überschriften verwendeten Begriffe wie „Daseinsvorsorge“ und „Klimaresilienz“ für uns schnell zu konkreten Aufgaben und Herausforderungen, mit denen wir uns fachlich auseinandersetzen und für die wir fundierte, nachhaltige Lösungen erarbeiten müssen. Denn rund 40 Prozent des Rohwassers für die öffentliche Trinkwasserversorgung in Sachsen kommen aus den sächsischen Talsperren.
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist sich ihrer wichtigen Rolle und Verantwortung bei dieser zentralen gesellschaftlichen Aufgabe bewusst und arbeitet deshalb bereits seit mehreren Jahren zielgerichtet an Studien und Maßnahmen zur Anpassung unserer Stauanlagen an die Folgen des Klimawandels.
Technisch ist vieles möglich: Von einer angepassten Bewirtschaftung und Steuerung der Talsperren über den Ausbau von Talsperrenverbundsystemen bis hin zur Einbindung zusätzlicher Einzugsgebiete gilt es, bedarfsgerechte, spezifische Lösungen für die einzelnen Talsperren zu entwickeln und schrittweise umzusetzen. Ziel dabei ist es immer, die Wasserbereitstellung langfristig zu sichern. Doch solche Maßnahmen benötigen Zeit für Planungen, Genehmigungen und Bau, und sie kosten viel Geld. Damit steigt zwangsläufig auch der Wert von Trinkwasser und dessen ständiger Verfügbarkeit.
Dies muss uns allen bewusst sein. Deshalb ist es ebenso wichtig, über Einsparmöglichkeiten und die Reduzierung des Wasserbedarfes nachzudenken. Dazu kann jeder Einzelne durch bewusstes Verhalten einen Beitrag leisten.
Auch wenn das Jahr 2025 ein extrem trockenes Jahr war, ist das andere hydrologische Extrem – das Hochwasser – bei uns nicht in Vergessenheit geraten. Nach dem Hochwasser ist immer vor dem nächsten Hochwasser – dies gilt unverändert. Auch in diesem Bereich wurde seit 2002 in Sachsen sehr viel erreicht und deutlich verbessert, sodass wir heute vielerorts auf einem guten Stand sind. Rund 80 Prozent der nach 2002 konzipierten Hochwasserschutzprojekte sind mittlerweile abgeschlossen oder bereits in der baulichen Umsetzung.
Künftig muss deshalb der Schwerpunkt darauf liegen, die geschaffenen Werte und Anlagen zu erhalten und ältere Anlagen schrittweise zu sanieren und instand zu setzen, sodass sie im Bedarfsfall sicher funktionieren.
Um die künftigen Herausforderungen zu meistern, müssen wir alle, die im Bereich Wasserwirtschaft in der Verantwortung stehen, gut zusammenarbeiten. Mein Dank dafür gilt allen unseren Mitarbeitenden, Partnern und Kunden, die seit vielen Jahren mit uns gemeinsam daran arbeiten und uns auf diesem Weg unterstützen.
Eckehard Bielitz
Geschäftsführer
Über uns
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Albrecht Holländer)
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Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist – wie der Name schon sagt – für die Talsperren des Freistaates Sachsen verantwortlich. Dazu kommen weitere Stauanlagen wie Hochwasserrückhaltebecken und Wasserspeicher. Zu den Hauptaufgaben des Staatsbetriebes zählen neben der Wasserbereitstellung für die Trink- und Brauchwasserversorgung auch der Hochwasserschutz sowie die Unterhaltung und ökologische Entwicklung der größeren Flüsse (Gewässer 1. Ordnung) im Freistaat.
Eines dieser Gewässer ist die Vereinigte Mulde – einer der wasserreichsten und am schnellsten fließenden Flüsse Mitteleuropas. Der Fluss verbindet Sachsen und Sachsen-Anhalt und ist vom Mulde-Zusammenfluss in Sermuth bis zur Mündung in die Elbe bei Dessau rund 150 Kilometer lang. Die Vereinigte Mulde gemeinsam filmisch zu erkunden, hatten sich der Talsperrenbetrieb und der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt und die Landestalsperrenverwaltung Sachsen für 2025 vorgenommen. Das Ergebnis ist auch auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.
Unser Arbeitsplatz
Die Landestalsperrenverwaltung ist überall in Sachsen zu finden. In den verschiedenen Regionen arbeiten rund 850 Menschen. Unser Hauptsitz ist in Pirna in der schönen Sächsischen Schweiz.
Die LTV vor Ort
- Sitz: Pirna
- Beschäftigte: 156
- zuständig für: Freistaat Sachsen
- Sitz: Dresden
- Beschäftigte: 142
- Stauanlagen: 20 mit rund 87 Millionen Kubikmetern Stauraum
- Flusskilometer: rund 650
- zuständig für: Dresden, Landkreise Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Meißen, z.T. Bautzen
- Sitz: Eibenstock
- Beschäftigte: 142
- Stauanlagen: 17 mit rund 188 Millionen Kubikmetern Stauraum
- Flusskilometer: rund 450
- zuständig für: Landkreis Zwickau, Vogtlandkreis, westlicher Erzgebirgskreis
- Sitz: Rötha
- Beschäftigte: 179
- Stauanlagen: 22 mit rund 161 Millionen Kubikmetern Stauraum
- Flusskilometer: rund 770
- zuständig für: Stadt Leipzig, Landkreise Leipzig, Nordsachsen, z. T. Mittelsachsen
- Sitz: Pockau-Lengefeld
- Beschäftigte: 148
- Stauanlagen: 19 mit rund 66 Millionen Kubikmetern Stauraum
- Flusskilometer: rund 630
- zuständig für: Chemnitz, z.T. Landkreis Mittelsachsen und Erzgebirgskreis
- Sitz: Bautzen
- Beschäftigte: 135
- Stauanlagen: 9 mit rund 110 Millionen Kubikmetern Stauraum
- Flusskilometer: rund 800
- zuständig für: Landkreise Bautzen und Görlitz
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Unsere Fachkräfte
In der Landestalsperrenverwaltung arbeiten viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Egal, ob Beschäftigte aus den Bereichen Bau, Wasserwirtschaft, IT, Betriebswirtschaft oder Recht – sie alle haben interessante und wichtige Aufgaben, die unser Land prägen.
Fachkräfte in den Bereichen Wasserbau, Büromanagement und Informatik bilden wir selbst aus. Sie haben beste Zukunftschancen in unserem Staatsbetrieb. Im Jahr 2025 waren das insgesamt 47 Auszubildende im Bereich Wasserbau. Dazu kamen weitere 13 junge Menschen, die in Kooperationen mit anderen Unternehmen und Bildungsträgern ausgebildet wurden – darunter sechs Kaufleute für Büromanagement und drei Fachinformatiker/innen. Für vier Studierende im Bereich Bauingenieurwesen und Lebensmittelsicherheit an einer Dualen Hochschule war die Landestalsperrenverwaltung Praxispartner. Im Jahr 2025 nahmen zudem sieben unserer Wasserbauer/innen am Meisterlehrgang teil.
Unsere Arbeitsfelder
Das Jahr 2025 aus
wasserwirtschaftlicher Sicht
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Albrecht Holländer)
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Geometrisches Nivellement
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
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Geometrisches Nivellement
Beim geometrischen Nivellement werden Höhenunterschiede zwischen Messpunkten präzise bestimmt. Mithilfe eines Nivellierinstrumentes und Nivellierlatten, die lotrecht auf den Messpunkten aufgesetzt werden, wird der Höhenunterschied gemessen.
Ausgehend von einem Bezugspunkt mit bekannter Höhe werden mit den gemessenen Höhenunterschieden die Höhen der Messpunkte auf der Mauer- oder Dammkrone berechnet.
In einem zeitlichen Abstand werden mehrere Nivellements über dieselben Punkte durchgeführt und höhenmäßige Veränderungen der Messpunkte erfasst. Mit dem geometrischen Nivellement können Hebungen oder Setzungen der Messpunkte an den Bauwerken aufgezeigt werden.
Neben den Messpunkten auf dem Absperrbauwerk werden auch Messpunkte im Umfeld des Absperrbauwerkes bestimmt, um die Stabilität des Bezugspunktes nachzuweisen.
Grafik: Messungslinien für das geometrische Nivellement an der Talsperre Malter
Ausgewählte Projekte 2025
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Danny Jüngling)
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Das Jahr 2025 in Zahlen
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Albrecht Holländer)
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Das Jahr 2025 in Bildern
(© SMUL / Fotograf Alexander Fuhrmann)
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(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Albrecht Holländer)
Impressum
Herausgeber:
Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Bahnhofstr. 14, 01796 Pirna
Telefon: +49 3501 796-0
E-Mail: presse@ltv.sachsen.de
www.wasserwirtschaft.sachsen.de
Redaktion:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung und Umsetzung:
Mai & März GmbH
Redaktionsschluss:
März 2026
