Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Jahres­bericht 2025

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Eckehard Bielitz, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, steht auf der Staumauer der Talsperre Gottleuba in einem Pavillon an einem Rednerpult und hält ein Grußwort.

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2025 zählt zu den trockensten Jahren seit Beginn der Niederschlagsmessungen – auch hier bei uns in Sachsen. Die Folgen des fortschreitenden Klimawandels sind deutlich zu spüren und mittlerweile auch bei unseren sächsischen Talsperren angekommen.

Mit fehlenden Niederschlägen, steigenden Temperaturen und höherer Verdunstung sinken immer häufiger und deutlich wahrnehmbar auch die Zuflüsse und Inhalte der Talsperren. Dadurch werden die in der Öffentlichkeit häufig nur als Überschriften verwendeten Begriffe wie „Daseinsvorsorge“ und „Klimaresilienz“ für uns schnell zu konkreten Aufgaben und Herausforderungen, mit denen wir uns fachlich auseinandersetzen und für die wir fundierte, nachhaltige Lösungen erarbeiten müssen. Denn rund 40 Prozent des Rohwassers für die öffentliche Trinkwasserversorgung in Sachsen kommen aus den sächsischen Talsperren.

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist sich ihrer wichtigen Rolle und Verantwortung bei dieser zentralen gesellschaftlichen Aufgabe bewusst und arbeitet deshalb bereits seit mehreren Jahren zielgerichtet an Studien und Maßnahmen zur Anpassung unserer Stauanlagen an die Folgen des Klimawandels.

Technisch ist vieles möglich: Von einer angepassten Bewirtschaftung und Steuerung der Talsperren über den Ausbau von Talsperrenverbundsystemen bis hin zur Einbindung zusätzlicher Einzugsgebiete gilt es, bedarfsgerechte, spezifische Lösungen für die einzelnen Talsperren zu entwickeln und schrittweise umzusetzen. Ziel dabei ist es immer, die Wasserbereitstellung langfristig zu sichern. Doch solche Maßnahmen benötigen Zeit für Planungen, Genehmigungen und Bau, und sie kosten viel Geld. Damit steigt zwangsläufig auch der Wert von Trinkwasser und dessen ständiger Verfügbarkeit.

Dies muss uns allen bewusst sein. Deshalb ist es ebenso wichtig, über Einsparmöglichkeiten und die Reduzierung des Wasserbedarfes nachzudenken. Dazu kann jeder Einzelne durch bewusstes Verhalten einen Beitrag leisten.

Auch wenn das Jahr 2025 ein extrem trockenes Jahr war, ist das andere hydrologische Extrem – das Hochwasser – bei uns nicht in Vergessenheit geraten. Nach dem Hochwasser ist immer vor dem nächsten Hochwasser – dies gilt unverändert. Auch in diesem Bereich wurde seit 2002 in Sachsen sehr viel erreicht und deutlich verbessert, sodass wir heute vielerorts auf einem guten Stand sind. Rund 80 Prozent der nach 2002 konzipierten Hochwasserschutzprojekte sind mittlerweile abgeschlossen oder bereits in der baulichen Umsetzung.

Künftig muss deshalb der Schwerpunkt darauf liegen, die geschaffenen Werte und Anlagen zu erhalten und ältere Anlagen schrittweise zu sanieren und instand zu setzen, sodass sie im Bedarfsfall sicher funktionieren.

Um die künftigen Herausforderungen zu meistern, müssen wir alle, die im Bereich Wasserwirtschaft in der Verantwortung stehen, gut zusammenarbeiten. Mein Dank dafür gilt allen unseren Mitarbeitenden, Partnern und Kunden, die seit vielen Jahren mit uns gemeinsam daran arbeiten und uns auf diesem Weg unterstützen.

Eckehard Bielitz
Geschäftsführer

Über uns

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Landestal­sperren­­verwaltung Sachsen

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist – wie der Name schon sagt – für die Talsperren des Freistaates Sachsen verantwortlich. Dazu kommen weitere Stauanlagen wie Hochwasserrückhaltebecken und Wasserspeicher. Zu den Hauptaufgaben des Staatsbetriebes zählen neben der Wasserbereitstellung für die Trink- und Brauchwasserversorgung auch der Hochwasserschutz sowie die Unterhaltung und ökologische Entwicklung der größeren Flüsse (Gewässer 1. Ordnung) im Freistaat.

Eines dieser Gewässer ist die Vereinigte Mulde – einer der wasserreichsten und am schnellsten fließenden Flüsse Mitteleuropas. Der Fluss verbindet Sachsen und Sachsen-Anhalt und ist vom Mulde-Zusammenfluss in Sermuth bis zur Mündung in die Elbe bei Dessau rund 150 Kilometer lang. Die Vereinigte Mulde gemeinsam filmisch zu erkunden, hatten sich der Talsperrenbetrieb und der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt und die Landestalsperrenverwaltung Sachsen für 2025 vorgenommen. Das Ergebnis ist auch auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.

Unser Arbeitsplatz

Die Landestalsperrenverwaltung ist überall in Sachsen zu finden. In den verschiedenen Regionen arbeiten rund 850 Menschen. Unser Hauptsitz ist in Pirna in der schönen Sächsischen Schweiz.

Sachsenkarte mit eingezeichneten Zuständigkeitsgrenzen der Betriebe der Landestalsperrenverwaltung Sachsen sowie den Fließgewässern I. Ordnung, Bundewasserstraße Elbe, den Sitzen der Zentrale der Landestalsperrenverwaltung und der Betriebszentralen sowie den Stauanlagen.

Die LTV vor Ort

Sachsenkarte mit eingezeichnetem Sitz der Zentrale in Pirna
Zentrale – Sitz der Geschäftsführung
  • Sitz: Pirna
  • Beschäftigte: 156
  • zuständig für: Freistaat Sachsen
weitere Informationen
Sachsenkarte mit eingezeichnetem Betrieb Oberes Elbtal und dem Sitz des Betriebes in Dresden.
Betrieb Oberes Elbtal
  • Sitz: Dresden
  • Beschäftigte: 142
  • Stauanlagen: 20 mit rund 87 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 650
  • zuständig für: Dresden, Landkreise Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Meißen, z.T. Bautzen
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Sachsenkarte mit eingezeichnetem Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster und dem Sitz des Betriebes in Eibenstock
Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster
  • Sitz: Eibenstock
  • Beschäftigte: 142
  • Stauanlagen: 17 mit rund 188 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 450
  • zuständig für: Landkreis Zwickau, Vogtlandkreis, westlicher Erzgebirgskreis
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Sachsenkarte mit eingezeichnetem Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster und dem Sitz des Betriebes in Rötha
Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster
  • Sitz: Rötha
  • Beschäftigte: 179
  • Stauanlagen: 22 mit rund 161 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 770
  • zuständig für: Stadt Leipzig, Landkreise Leipzig, Nordsachsen, z. T. Mittelsachsen
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Sachsenkarte mit eingezeichnetem Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau und dem Sitz des Betriebes in Pockau-Lengefeld
Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau
  • Sitz: Pockau-Lengefeld
  • Beschäftigte: 148
  • Stauanlagen: 19 mit rund 66 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 630
  • zuständig für: Chemnitz, z.T. Landkreis Mittelsachsen und Erzgebirgskreis
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Sachsenkarte mit eingezeichnetem Betrieb Spree / Neiße und dem Sitz des Betriebes in Bautzen
Betrieb Spree / Neiße
  • Sitz: Bautzen
  • Beschäftigte: 135
  • Stauanlagen: 9 mit rund 110 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 800
  • zuständig für: Landkreise Bautzen und Görlitz
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Labormitarbeiterin mit Schutzbrille tropft aus einer Pipette eine Substanz in ein Reagenzglas mit einer grünen Flüssigkeit.

Unsere Fachkräfte

In der Landestalsperrenverwaltung arbeiten viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Egal, ob Beschäftigte aus den Bereichen Bau, Wasserwirtschaft, IT, Betriebswirtschaft oder Recht – sie alle haben interessante und wichtige Aufgaben, die unser Land prägen.

Fachkräfte in den Bereichen Wasserbau, Büromanagement und Informatik bilden wir selbst aus. Sie haben beste Zukunftschancen in unserem Staatsbetrieb. Im Jahr 2025 waren das insgesamt 47 Auszubildende im Bereich Wasserbau. Dazu kamen weitere 13 junge Menschen, die in Kooperationen mit anderen Unternehmen und Bildungsträgern ausgebildet wurden – darunter sechs Kaufleute für Büromanagement und drei Fachinformatiker/innen. Für vier Studierende im Bereich Bauingenieurwesen und Lebensmittelsicherheit an einer Dualen Hochschule war die Landestalsperrenverwaltung Praxispartner. Im Jahr 2025 nahmen zudem sieben unserer Wasserbauer/innen am Meisterlehrgang teil.

Grafik zu den Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung: 87 Stauanlagen mit rund 612 Millionen Kubikmetern Stauraum (Vollstau), davon 6 Wasserspeicher, 56 Talsperren und 25 Hochwasserrückhaltebecken. Die Talsperren teilen sich in 25 Trinkwassertalsperren und 31 Brauchwassertalsperren.

Unsere Arbeitsfelder

Piktogramm, das einen mäandrierenden Fluss zeigt. Im Hintergrund sind zwei Hügel zu sehen.
≈ 3.000 km
Fließ­gewässer 1. Ordnung
Piktogramm, das einen Fluss mit einer orangen gestrichelten Linie zeigt. Im Hintergrund auf der linken Seite ein Hügel, auf der rechten Seite eine Stadt mit Hochhäusern.
≈ 300 km
Grenz­gewässer zu Tschechien und Polen
Piktogramm, dass eine Mauer mit einem geschlossenen Hochwasserschutztor zeigt.
≈ 750 km
Hochwasser­schutz­anlagen (inkl. Bundes­wasser­straße Elbe)
Piktogramm, das einen Fluss mit einem Polderdeich parallel zum Fluss zeigt, der 2 Öffnungen enthält. Im Hintergrund rechts eine Stadt und links ein Hügel.
1
Polder
Piktogramm, das eine Wehranlage in einem Fluss zeigt. Die Wehtafeln sind geschlossen, das darüberfließende Wasser bildet einen weißen Schaum.
> 500
weitere wasser­wirtschaftliche Anlagen

Das Jahr 2025 aus
wasser­­wirtschaft­licher Sicht

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Mittlerer relativer Niederschlag und Zufluss zu ausgewählten Stauanlagen im Jahr 2025
Balkendiagramm mit blauer Hintergrundfarbe und einer stilisierten Wolkengrafik am oberen Rand. Die x-Achse zeigt den Jahresverlauf von Januar bis Dezember 2025. Die y-Achse zeigt auf der linken Seite Prozentwerte von 0 bis 500 des mittleren relativen Zuflusses sowie auf der rechten Seite eine zweite Skala von 0 bis 500 des mittleren relativen Niederschlages. Eine gestrichelte orange Linie markiert den Wert 100 Prozent für den Niederschlag. Eine hellblaue Linie zeigt 100 Prozent für den Zufluss. Die Legende unten rechts erklärt die Bedeutung der Farben und Muster: Unten links werden die Namen der betrachteten Talsperren aufgelistet.
Meteorologisch-Hydrologische Lage

Das Jahr 2025 war in Sachsen sehr warm, in längeren Perioden sehr trocken und überdurchschnittlich sonnig. Die beobachteten Jahressummen an den Niederschlagsstationen der LTV-Stauanlagen lagen deutlich unter dem langjährigen Mittelwert.

Auffallend waren die mehrmonatigen Niederschlagsdefizite von Februar bis Mai sowie am Jahresende. Lediglich die Monate September und Oktober waren niederschlagsreich, der Juli sogar sehr feucht. Das ausgeprägte Niederschlagsdefizit konnte durch diese feuchten Monate nicht ausgeglichen werden.

Mit den hohen Lufttemperaturen erhöhte sich auch die Verdunstung. Das führte im Zusammenhang mit dem gestiegenen Wasserbedarf der Vegetation zu einer Reduzierung des verfügbaren Wasserdargebotes. Daraus resultierten unterdurchschnittliche Zuflüsse zu den Stauanlagen.

Lediglich im Januar traten Zuflüsse auf, die leicht über dem Mittelwert lagen. In allen folgenden Monaten lagen die Zuflüsse im Bereich des mittleren Niedrigwassers und teilweise noch darunter. Temporär auftretende ergiebige Niederschläge führten nur zu einem kurzfristigen Anstieg der Wasserführung.

Mittlere relative Stauraum­füllung von ausgewählten Stau­anlagen im Jahr 2025
Infografik mit zwölf nebeneinander angeordneten Kalenderblättern, jeweils für einen Monat des Jahres 2025. Jedes Kalenderblatt zeigt eine stilisierte Wasserstandsanzeige mit einer gestrichelten orangen Linie für die 100-Prozent-Marke. Die blauen Flächen in den Kalenderblättern markieren den durchschnittlichen Füllstand der betrachteten Talsperren. Die Füllstände liegen in allen Monaten deutlich unter der 100-Prozent-Linie. Am unteren Rand befindet sich eine Legende, die erklärt, dass 100 Prozent den maximalen Stauzielwert bedeuten. Darunter sind die Namen der ausgewerteten Talsperren aufgelistet.
Stauanlagen­bewirtschaftung

Die Talsperren der Landestalsperrenverwaltung wurden 2025 ihrer Ausgleichsfunktion gerecht. Höhere Zuflüsse wurden durch Einstau zurückgehalten und die Wasserbereitstellung für die Trink- und Brauchwasserversorgung war fortwährend gesichert.

Zu Beginn des Jahres lagen die Füllstände vieler Stauanlagen unterhalb des Stauziels. Lediglich im Januar konnte Wasser eingespeichert werden, da die Zuflüsse die Abgaben zur Wasserbereitstellung moderat überstiegen. Bereits im Februar und März stagnierte der Einstau, da die Zuflüsse zurückgingen. Vielerorts reichten die Winterzuflüsse nicht aus, um die Stauziele zu erreichen.

Ab Mai kompensierten die Zuflüsse zu den Stauanlagen nicht mehr die Abgaben – die Stauraumfüllungen hatten eine fallende Tendenz. Ab Mitte September stiegen die Füllstände kurzzeitig wieder langsam an. Jedoch stagnierte der Einstau bereits wieder im November und Dezember, da die Zuflüsse ausblieben.

Abgabe­mengen im Jahr 2025 für die einzelnen Nutzungs­arten
Balkendiagramm mit drei unterschiedlich hohen, waagerechten Balken auf dunkelblauem Hintergrund. Die Balken sind farblich abgesetzt: Der oberste Balken ist blau und steht für 'Rohwasser für Trinkwasser' mit einer Menge von 89,5 Million Kubikmeter. Der mittlere Balken ist orange und steht für 'Rohwasser für Brauchwasser' mit 22,3 Million Kubikmeter. Der unterste Balken ist hellblau und steht für 'Zuschusswasserabgaben zur Niedrigwasseraufhöhung und Gewässergüte¬steuerung' mit 34,1 Million Kubikmeter. Links neben den Balken befindet sich eine senkrechte Achse mit der Beschriftung 'Gesamtmenge 145,9 Million Kubikmeter'. Überschrift: 'Abgabemengen im Jahr 2025 für die einzelnen Nutzungsarten'.
Wasser­bereitstellung und Abgabe­mengen

Durch gezielte Abgaben aus den Talsperren und Wasserspeichern konnte die Wasserbereitstellung für die einzelnen Nutzungszwecke (Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung, Brauchwasser, Niedrigwasseraufhöhung) uneingeschränkt gewährleistet werden.

Dafür wurden die zur Verfügung stehenden Betriebsräume genutzt. Die Vernetzung der Talsperren durch Überleitungssysteme hat sich auch im Jahr 2025 bewährt.

Art der Wasserproben
Drei nebeneinander angeordnete Reagenzgläser mit blauer Flüssigkeit stehen im Mittelpunkt. Über jedem Reagenzglas steht eine Jahreszahl: 2023, 2024 und 2025. Jedes Reagenzglas ist in sechs Abschnitte unterteilt, die jeweils eine Kategorie von Wasserproben mit einer Zahl und einer kurzen Beschreibung kennzeichnen. Die Kategorien lauten von oben nach unten: 'Ökologischer Zustand Wasserrahmenrichtlinie (Phyto-/Makrozoobenthosuntersuchungen)', 'Niederschlagsproben', 'Ereignisproben (besondere Ereignisse)', 'Vergabe der Analytik an Dritte', 'Grund- und Steuerproben', 'Summe der entnommenen Wasserproben'. Die Zahlen variieren je nach Jahr und Kategorie. Am unteren Rand befindet sich eine Legende mit weiteren Erläuterungen zu den Probenarten.
Wassergüte

Im Jahr 2025 wurde ein Screening mittels Umwelt-DNA-Analyse*** an insgesamt 50 LTV-Stauanlagen auf das Vorkommen der Quagga-Muschel (Dreissena rostriformis bugensis) durchgeführt. Die Muschel breitet sich seit einigen Jahren rasant in europäischen Gewässern aus und hat inzwischen auch Sachsen erreicht. Ursprünglich stammt sie aus dem Dnepr-Flusssystem im Osten Europas und gelangte über internationale Schifffahrtswege nach Mitteleuropa.  Da sie massenhaft auch Rohre und Anlagenteile besiedelt, stellt sie ein Problem für die Wasserwirtschaft dar. Die Talsperren der Landestalsperrenverwaltung sind bis jetzt nicht betroffen, die Quagga-Muschel wurde bisher nur in einem Tagebaurestsee nachgewiesen. Das Screening wird in den kommenden Jahren fortgeführt werden.

Die Ausbreitung vollständig aufzuhalten, ist kaum möglich. Umso wichtiger ist es, die weitere Ausbreitung der Quagga-Muscheln so weit wie möglich einzuschränken. Da sich Quagga-Muscheln sowohl über winzige freischwimmende Larven als auch über bereits festsitzende Tiere verbreiten, können Boote, Netze oder andere Ausrüstungsgegenstände unbemerkt zur Verschleppung beitragen. Daher ist es unbedingt erforderlich, Boote, Ausrüstung und Angelgerät nach jedem Einsatz gründlich zu reinigen und vollständig zu trocknen, bevor sie in einem anderen Gewässer genutzt werden.

*** Mit der Umwelt-DNA-Analyse (eDNA-Analyse) können genetische Spuren, die Lebewesen in Wasser, Boden oder Luft hinterlassen, isoliert und analysiert werden. So können Arten nachgewiesen werden, ohne die Tiere oder Pflanzen direkt zu sehen oder zu fangen.

Infografik mit drei farblich abgesetzten Spalten, die die Schritte Gefährdungsanalyse, Risikobewertung und Risikobeherrschung darstellen. Die linke Spalte ist orange und enthält Begriffe wie Nutzung, Auslöser/Ereignis, Gefährdung und Schutzwirkung Fläche. Die mittlere Spalte ist grau und listet Schadensausmaß, Eintrittswahrscheinlichkeit, Risikokategorie (Fläche), Schutzwirkung Einzugsgebiet und Schutzwirkung Gewässersystem auf. Die rechte Spalte ist blau und thematisiert Risikobeherrschung sowie das Risiko für das Rohwasser. Unterhalb der Spalten verläuft eine stilisierte Landschaft mit Fluss, Bäumen, einer Talsperre, einer Messsäule und zwei Kühen auf einer Wiese. Die Begriffe Schutzwirkung Talsperre und Beeinträchtigung sind in grün hervorgehoben und mit Pfeilen verbunden.
Risikomanagement für Trinkwassertalsperren

Im Rahmen eines Risikomanagements wurden für die einzelnen Einzugsgebiete der 25 sächsischen Trinkwassertalsperren GIS-basierte Gefährdungsanalysen und Risikoabschätzungen durchgeführt. Außerdem wurden Risikodokumente für 15 Wasserentnahmestellen erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeiten – einschließlich der Einzugsgebietsbeschreibungen, der Risikoanalysen sowie der Untersuchungs- und Überwachungsprogramme – wurden umfassend dokumentiert und an die zuständigen Wasserbehörden übermittelt.

Die Trinkwasserschutzgebietsverordnung legt den Fokus auf Qualitätsanforderungen und die Überwachung des abgegebenen Rohwassers, indem sie Vorgaben für die Risikominimierung und Überwachung des Einzugsgebietes macht. Damit ergänzt sie bestehende Verordnungen wie die Trinkwasserverordnung und baut auf etablierten Instrumenten des vorsorgenden Gewässerschutzes auf, wie der Ausweisung von Wasserschutzgebieten.

Geometrisches Nivellement

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Geometrisches Nivellement

Beim geometrischen Nivellement werden Höhenunterschiede zwischen Messpunkten präzise bestimmt. Mithilfe eines Nivellierinstrumentes und Nivellierlatten, die lotrecht auf den Messpunkten aufgesetzt werden, wird der Höhenunterschied gemessen.

Ausgehend von einem Bezugspunkt mit bekannter Höhe werden mit den gemessenen Höhenunterschieden die Höhen der Messpunkte auf der Mauer- oder Dammkrone berechnet.

In einem zeitlichen Abstand werden mehrere Nivellements über dieselben Punkte durchgeführt und höhenmäßige Veränderungen der Messpunkte erfasst. Mit dem geometrischen Nivellement können Hebungen oder Setzungen der Messpunkte an den Bauwerken aufgezeigt werden.

Neben den Messpunkten auf dem Absperrbauwerk werden auch Messpunkte im Umfeld des Absperrbauwerkes bestimmt, um die Stabilität des Bezugspunktes nachzuweisen.

Satellitenaufnahme der Talsperre Malter mit farbigen Linien und Markierungen. Eine rote Linie verläuft entlang der Mauerkrone, eine gelbe Linie markiert den Mauerfuß, eine blaue Linie zeigt das Verbindungstiefenniveau. Mehrere nummerierte Punkte sind entlang der Linien eingezeichnet. Diese bezeichnen die einzelnen Messpunkte. In der linken oberen Ecke befindet sich eine Legende mit den Bedeutungen der Linienfarben und den Bezeichnungen der Nivellierpunkte. Die Umgebung zeigt Wasserflächen, Straßen und Vegetation.

Ausgewählte Projekte 2025

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Eine Mitarbeiterin der Landestalsperrenverwaltung auf einer Baustelle. Sie hat eine leuchtend gelbe Jacke an und einen blauen Helm auf und blickt in die Kamera und hält einen geöffneten Ordner mit Unterlagen in der Hand.
Einlaufbauwerk Polder Löbnitz

Auf der Großbaustelle des Polder Löbnitz wird derzeit das Einlaufbauwerk gebaut, das künftig den Zulauf von Hochwasserabflüssen in den Polder steuert. Der Bau erfolgt in mehreren Jahresscheiben, da aufgrund von Brutstätten des Fischadlers in der Nähe der Baustelle nur zwischen Anfang September und Ende Februar eines jeden Jahres gebaut werden darf.

  • Bauzeit: 2023 bis 2027
  • Kosten: 15,5 Millionen Euro
  • Finanzierung: Nationales Hochwasserschutzprogramm
  • Bauwerk: gesteuerter Flutungspolder, Fläche: ca. 1.400 Hektar, Volumen: 15 Millionen Kubikmeter
  • Gewässer: Vereinigte Mulde
Zwei Mitarbeiterinnen der Landestalsperrenverwaltung mit blauem Helm stehen vor einem eingerüsteten Turm. Die linke Frau trägt eine leuchtende gelbe Jacke, die linke Frau eine orange Jacke. Im Hintergrund ist der Staudamm der Talsperre Lichtenberg zu sehen.
Sanierung der Talsperre Lichtenberg

Nach dem Abstau der Talsperre Lichtenberg im letzten Jahr begannen 2025 die Bauarbeiten an der Trinkwassertalsperre. Im Fokus stehen die Abdichtung des Entnahmeturmes und des Staudammes sowie die Erneuerung der Dammkrone. Zudem werden Teile des Stahlwasserbaus und der EMSR-Technik auf den aktuellen Stand gebracht sowie eine epilimnische Wasserentnahme errichtet.

  • Bauzeit: 2024 bis 2027
  • Kosten: 30 Millionen Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Bauwerk: Steinschüttdamm mit Außenhautdichtung, Dammhöhe: 42,8 Meter, Dammlänge: 300 Meter, Gesamtstauraum: 15,6 Millionen Kubikmeter, davon Hochwasserrückhalteraum: 3 Millionen Kubikmeter
  • Hauptnutzung: Trinkwassertalsperre
Luftbild eines Wehres in einem Fluss. Am unteren Bildrand befinden sich viele Bäume, am oberen Bildrand eine grüne Wiese.
Ersatzneubau Überlaufschwelle Bauda

Die Überlaufschwelle in die Große Röder oberhalb der Baudaer Mühle wurde abgerissen und wird neu aufgebaut. Der Ersatzneubau ist nötig, da im Jahr 2020 aufgrund eines Teildurchbruches der Schwelle Gefahr in Verzug bestand. Damals wurde das Bauwerk notgesichert, um ein Komplettversagen des Wehres zu verhindern. Auf Wunsch und auf Kosten der Stadt Großenhain wird zudem eine neue Fußgängerbrücke errichtet.

  • Bauzeit: 2024 bis 2026
  • Kosten: rund 2 Millionen Euro, davon: 325.000 Euro Fußgängerbrücke
  • Finanzierung: Bundes- und Landesmittel, Stadt Großenhain
  • Maßnahme: Abbruch und Neubau Überlaufschwelle mit Fußgängerbrücke
  • Gewässer: Große Röder
Ein Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung von hinten auf dem Weg zu einer Baustelle. Es ist trübes Wetter und man sieht vereinzelte gelbe Herbstblätter auf der Erde liegen.
Bau eines Flutungspolders in Außig

Um künftig bei Hochwasser den Hochwasserscheitel der Elbe zu reduzieren, wird seit 2023 in der Nähe von Cavertitz der gesteuerte Flutpolder Außig gebaut. Mit dem Polder wird gleichzeitig gewährleistet, dass die Elbe bei Hochwasser nicht in die Dahle zurückstaut. Damit wird der Hochwasserschutz der umliegenden Orte wie Seydewitz, Außig und Schirmenitz verbessert.

  • Bauzeit: 2023 bis 2033
  • Kosten: 80 Millionen Euro
  • Finanzierung: Nationales Hochwasserschutzprogramm, Bundes- und Landesmittel
  • Bauwerk: gesteuerter Flutungspolder, Fläche: 370 Hektar, Volumen: 11 Millionen Kubikmeter
  • Gewässer: Elbe
Zwei Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung stehen an einer Grundwassermessstelle am Fuße der Staumauer der Talsperre Lehnmühle.
Talsperre Lehnmühle: Ertüchtigung der Bauwerks­überwachung

Die Bauwerksüberwachung der Talsperre Lehnmühle wird seit 2024 schrittweise in Eigenleistung ertüchtigt. Im Jahr 2025 wurden die pneumatischen Messeinrichtungen aus dem Jahr 1995 durch moderne Drucksensoren ersetzt und in die vorhandene Automatisierungstechnik eingebunden.

  • Bauzeit: 2024 bis 2026
  • Kosten: 100.000 Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Bauwerk: Bruchsteinmauer mit gerader Achse, Höhe: 42,55 Meter, Länge: 520 Meter, Gesamtstauraum: 23,9 Millionen Kubikmeter, davon Hochwasserrückhalteraum: 7,1 Millionen Kubikmeter
  • Hauptnutzung: Trinkwassertalsperre
Eine Mitarbeiterin der Landestalsperrenverwaltung steht mit orangen Gummistiefeln auf einer Kiesbank in einem Fluss. Sie hält Pläne in der Hand und schaut auf diese herunter.
Gewässerentwicklung an der Chemnitz

Um die eigendynamische Entwicklung der Chemnitz zu fördern, wurde am „Kreidefelsen“ bei Wechselburg durch den Einbau verschiedener Strukturelemente die Gewässerstruktur verbessert. Der Flussabschnitt ist besonders sensibel, denn er liegt in gleich drei Schutzgebieten: Flora-Fauna-Habitat „Chemnitztal“, Vogelschutzgebiet „Mittleres Zwickauer Muldental“ und Landschaftsschutzgebiet „Mulden- und Chemnitztal“.

  • Bauzeit: August 2025 bis September 2025 (1. Bauabschnitt)
  • Kosten: 120.000 Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Maßnahme: Einbau von Strömungslenkern, Kiesbänken und Totholz, Pflanzung von Baumgruppen als ufernaher, aufgelöster Gehölzsaum
  • Gewässer: Chemnitz
Ein Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung von der Seite aufgenommen. Er schaut auf eine Wand, die gerade betoniert wird, auf einer Baustelle an einem Fluss. Im Vordergrund ist ein gelber Bagger.
Hochwasserschutz für Freital

Das Hochwasserschutzkonzept für die Vereinigte Weißeritz in Freital wird weiter umgesetzt. Mehrere Bauabschnitte wurden in den vergangenen Jahren bereits fertiggestellt. Derzeit laufen Bauarbeiten zwischen der Brücke an der Dresdner Straße und der Einmündung des Vorholzbaches.

  • Bauzeit: 2024 bis 2026
  • Kosten: 3,3 Millionen Euro
  • Finanzierung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Freistaat Sachsen
  • Maßnahme: Instandsetzung und Erhöhung von Uferbefestigungen, Neubau von Ufermauern und Böschungen, Installation Hochwasserschütz am Mühlgrabeneinlauf, Bau einer Gewässerzufahrt
  • Gewässer: Vereinigte Weißeritz
Zwei Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung stehen in einem Stollen und unterhalten sich. Man sieht im Vorder- und Hintergrund verschiedene Baumaterialien.
Sanierung der Rohwasserleitung der Talsperre Cranzahl

Um die Talsperre Cranzahl an die sich verändernden Klimaverhältnisse anzupassen, werden die Rohwasserleitungen zwischen der Talsperre und dem Wasserwerk saniert und teilweise erneuert sowie ein zweiter Grundablass eingebaut. Ziel ist der Erhalt der Leistungsfähigkeit und eine flexiblere Gütebewirtschaftung auch bei extremen Wetterlagen. Damit wird ein Beitrag geleistet, dass die Bereitstellung von Rohwasser für die Trinkwasserversorgung der Region langfristig sichergestellt ist.

  • Bauzeit: 2025 bis 2027
  • Kosten: rund 6 Millionen Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Bauwerk: Schüttdamm mit Lehminnendichtung, Dammhöhe: 32 Meter, Dammlänge: 428 Meter, Gesamtstauraum: 3,1 Millionen Kubikmeter, davon Hochwasserrückhalteraum: 0,25 Millionen Kubikmeter
  • Hauptnutzung: Trinkwassertalsperre
Ein Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung steht auf einer Brücke an einem Fluss. Im Hintergrund ist eine Baustelle mit einem gelben Bagger zu sehen, der gerade an der Böschung arbeitet. Im Hintergrund ein Wohngebiet.
Schadensbeseitigung an der Flutrinne der Zwickauer Mulde

In Glauchau werden an der Zwickauer Mulde zwischen der Brücke der B175 und der Bahnbrücke Hochwasserschäden beseitigt. Die Flutrinne wurde durch mehrere Hochwasser stark beschädigt, die Flusssohle und Böschungen teilweise komplett zerstört.

  • Bauzeit: 2025 bis 2026
  • Kosten: rund 3,6 Millionen Euro
  • Finanzierung: Bundes- und Landesmittel
  • Maßnahme: Sanierung der beschädigten Böschungen, Wiederherstellung des Abflussprofils, Einbau von Querriegeln in Flusssohle (Abstand 75 Meter)
  • Gewässer: Zwickauer Mulde

Das Jahr 2025 in Zahlen

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Links: Kreisdiagramm mit vier farblich abgesetzten Segmenten auf dunkelblauem Hintergrund. Im Zentrum steht der Text: Programme gesamt: 164,88 Millionen Euro. Die Segmente sind unterschiedlich groß und mit Zahlenwerten versehen: Das größte Segment ist blau und zeigt den Wirtschaftsplan (Landesmittel) mit 96,56 Millionen Euro, das zweitgrößte grau und zeigt EU-, Bundes- und Landesmittel für die Hochwasserschutzprogramme mit 40,25 Millionen Euro, das drittgrößte ist orange und zeigt das Sondervermögen Hochwasser 2013 mit 14,21 Millionen Euro und das kleinste hellblau beinhaltet 13,85 Millionen Euro andere Programme aus Bundes- und Landesmitteln. Unterhalb des Diagramms befindet sich eine Legende mit vier farbigen Kästchen und zugehörigen Beschriftungen.
Rechts: Kreisdiagramm mit drei unterschiedlich breiten Segmenten auf dunkelblauem Hintergrund. Im Zentrum steht der Text: Finanzierung gesamt: 164,88 Millionen Euro. Die Segmente sind farblich unterschieden und mit Zahlenwerten sowie Eurozeichen beschriftet: 7,32 Millionen Euro EU-Mittel, 32,85 Millionen Euro Bundesmittel und 124,71 Millionen Euro Landesmittel. Unterhalb des Diagramms befindet sich eine Legende mit drei farbigen Kästchen und den Bezeichnungen.
Staatliche Haushalts­mittel 2025

Die Landestalsperrenverwaltung hat eine Vielzahl hoheitlicher Aufgaben wie Hochwasserschutz, Gewässerentwicklung und die Umsetzung europäischer Richtlinien. Dafür stellt die Sächsische Staatsregierung die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Für viele Projekte fließen zudem Mittel des Bundes und der EU in die Finanzierung ein.

Balkendiagramm mit drei vertikalen Balken auf dunkelblauem Hintergrund. Die Überschrift lautet: Gesamtausgaben 103.952.168 Euro. Die Balken sind in verschiedene farbige Segmente unterteilt und jeweils mit Beträgen und Prozentangaben beschriftet. Der linke Balken steht für 'Hochwasserschutz' mit 52.740.583 Euro, unterteilt in 'Hochwasserschutzmaßnahmen' (69,1 Prozent), 'Hochwasserschadensbeseitigung' (29,1 Prozent) und 'Hochwasserrisikomanagement' (1,8 Prozent). Der mittlere Balken steht für 'Gewässerentwicklung' mit 11.070.390 Euro, unterteilt in 'Wasserrahmenrichtlinie' (62,6 Prozent), 'Auenprogramm' (3,3 Prozent) und 'Sonstige' (34,1 Prozent). Der rechte Balken steht für 'Unterhaltung / Instandsetzung' mit 40.141.215 Euro, unterteilt in 'Stauanlagen' (19,6 Prozent), 'Fließgewässer' (31,6 Prozent), 'Hochbau' (10,9 %) und 'Erneuerbare Energie' (1 Prozent).
Bauprogramm der Landes­talsperren­verwaltung

Die Landestalsperrenverwaltung ist für Schadensbeseitigung und präventiven Hochwasserschutz an den landeseigenen Gewässern zuständig. Im Geschäftsjahr 2025 wurden rund 51 Prozent der verfügbaren Finanzmittel dafür ausgegeben. In Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen an Stauanlagen und Fließgewässern flossen circa 39 Prozent der Mittel und in Maßnahmen zur ökologischen Gewässerentwicklung etwa 10 Prozent.

Balkendiagramm mit drei unterschiedlich hohen Segmenten, die durch horizontale Linien voneinander getrennt sind. Die linke Seite zeigt einen grauen Block mit den Prozentangaben 17 %, 3 % und 80 % in orange und blau. In der Mitte steht oben die Gesamtzahl: 'Gesamtzahl: 749 Projekte'. Rechts sind drei Textzeilen in weiß, orange und blau auf grauem Hintergrund angeordnet: '127 Projekte in Planung', '28 Projekte im Bau', '596 Projekte fertiggestellt'. Die farbigen Flächen im Balken entsprechen den Zahlen und Prozentwerten.
Hochwasser­schutz­programm des Freistaates Sachsen

Nach dem Hochwasser 2002 wurden für ganz Sachsen Hochwasserschutzkonzepte erarbeitet. Die dort enthaltenen Maßnahmen wurden priorisiert und werden sukzessive umgesetzt. Im Zuge der Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie werden die Konzepte überprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Die Hochwasserschutzmaßnahmen sind Bestandteil der Hochwasserrisikomanagementpläne für die Elbe und die Oder und wurden im Hochwasserschutzprogramm des Freistaates Sachsen zusammengefasst.

Links: Halbkreisförmige Infografik mit fünf unterschiedlich langen Segmenten in Blau- und Orangetönen auf dunkelblauem Hintergrund. Jedes Segment ist mit einem Prozentwert und einer kurzen Beschreibung beschriftet. Die Werte lauten: 68 Prozent fertig, 7 Prozent fertig (noch nicht übergeben), 15 Prozent Modellierung, 4 Prozent Kartenerstellung, 4 Prozent Vermessung, 2 Prozent offen. Die Segmente sind konzentrisch angeordnet und nehmen jeweils einen Teil des Halbkreises ein.
Rechts: Luftaufnahme der Torgauer Altstadt mit Rathausturm und Brücke. Der Fluss führt Hochwasser, das Hinterland ist überschwemmt.
Hochwasser­gefahren­karten und Hochwasser­risiko­karten

Bei der Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie werden unter anderem auch die vorliegenden Hochwasserkarten überprüft und – wenn nötig – aktualisiert. In den Hochwassergefahrenkarten wird die Gefährdung bei unterschiedlichen Hochwasserszenarien aufgezeigt. Dafür werden Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten in den überschwemmten Bereichen angegeben. In den Hochwasserrisikokarten werden hingegen die Flächennutzung der überschwemmten Flächen und besonders gefährdete Objekte dargestellt. Die Hochwasserkarten sind hier öffentlich einsehbar.

Links: Balkendiagramm mit vier unterschiedlich gefärbten Segmenten. Das größte Segment ist orange und zeigt die 68 offenen Projekte. Darunter folgen drei blaue Segmente: Das erste zeigt 4 Projekte in Vorbereitung, das zweite 37 Projekte in Bearbeitung und das dritte Segment 20 abgeschlossene Projekte. Oberhalb des Diagramms steht der Titel 'Ziel: 129 Oberflächenwasserkörper'.
Rechts: Das Foto oben zeigt einen begradigten Wasserlauf ohne Strukturelemente im Fluss.
Das Foto darunter zeigt 9 junge Menschen mit Wathosen im Fluss, die Strukturelemente (Steine) in den Fluss einsetzen.
Pläne zur ökologischen Gewässerentwicklung

Die naturnahe Gewässerentwicklung ist neben der Gewässerunterhaltung eine Schwerpunktaufgabe der Landestalsperrenverwaltung. Dafür werden für viele Flüsse in Zuständigkeit unseres Staatsbetriebes Gewässerentwicklungskonzepte aufgestellt, die sogenannten Vorhabens- und Sanierungspläne für den Teilbereich Hydromorphologie. Aus diesen Konzepten werden Maßnahmen zur ökologischen Gewässerentwicklung abgeleitet und schrittweise umgesetzt.

Das Jahr 2025 in Bildern

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Eckehard Bielitz steht an einem Geländer am Fluss und erklärt dem Umweltminister und dem Bürgermeister die Hochwasserschutzmaßnahme in Döbeln.
31. März 2025
Einweihung Teilabschnitt Hochwasserschutz Döbeln

Der zweite Bauabschnitt der Hochwasserschutzanlage an der Wappenhenschanlage in Döbeln konnte am 31. März 2025 durch Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch eingeweiht werden. Gleichzeitig begannen die Arbeiten an Abschnitt 3. Das Projekt ist ein EU-Projekt von besonderer strategischer Bedeutung und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Zwei Männer stehen in einer Halle an einem Messestand und lächeln in die Kamera. Im Vordergrund ist eine Frau von hinten zu sehen.
01. bis 04. April 2025
20. Deutsches Talsperrensymposium in Düsseldorf-Neuss

Auf dem 20. Talsperrensymposium in Düsseldorf-Neuss war die Landestalsperrenverwaltung mit Vorträgen zur Hochwassersicherheit von Talsperren im Kontext des Klimawandels und zum Risikomanagement in Trinkwassereinzugsgebieten vertreten.

Gruppe von acht Personen steht auf einer Wiese vor einem Fachwerkhaus neben einem See unter bewölktem Himmel.
10. April 2025
Lehrerfortbildung zum Thema Klimawandel und Wasser

Die Lehrerfortbildung in Zusammenarbeit mit der Landesstiftung Natur und Umwelt (LANU) hat bereits Tradition. Dieses Mal fand sie an der Revierwasserlaufanstalt Freiberg (RWA) statt. Der Höhepunkt der Veranstaltung war eine Führung durch die 500 Jahre alten Anlagen am Unteren Großhartmannsdorfer Teich durch RWA-Experte Rico Werzner.

Drei Männer in Anzügen knien auf einem Baustellengrundstück und versenken gemeinsam eine Zeitkapsel im Grundstein.
03. Mai 2025
Grundsteinlegung Bewirtschaftungs­zentrale Rötha

Die Bewirtschaftungszentrale in Rötha wird das strategische Wassermanagement nach dem Kohleausstieg im Mitteldeutschen Revier übernehmen. Ihre Aufgabe ist die zentrale Koordinierung des zur Verfügung stehenden Wassers im Südraum Leipzig. Gefördert wird sie durch EU-Mittel des Just Transition Fonds (JTF).

Drei Personen in einem blauen Pavillon auf einer Wiese mit einer Messetheke und zwei Roll-Up-Aufstellern.
18. bis 19. Juni 2025
Öko-Feldtage auf dem Wassergut Canitz

Die Öko-Feldtage sind Deutschlands wichtigste Fachmesse der ökologischen Landwirtschaft. Im Jahr 2025 fanden sie unter dem Schwerpunkt Wasser erstmalig in Sachsen statt – und zwar auf dem Wassergut Canitz in Nordsachsen. Wir thematisierten an unserem Stand die Themen Gewässerentwicklung, Trinkwasserschutz und Gewässerrandstreifen.

Großes Schwarz-Weiß Foto an einer Wand in einem Raum, wo der Bau der Talsperre Pöhl gezeigt wird. Davor eine Vitrine mit einem topografischen Landschaftsmodell.
18.05. bis 14.09.2025
Vogtländische Talsperren im Museum

Das Vogtlandmuseum Plauen widmete 2025 unter dem Namen „Gestaute Wasser“ den vogtländischen Talsperren eine Sonderausstellung. Dafür hatten sich das Museum und die Landestalsperrenverwaltung in die Tiefen ihrer Archive begeben und historische Fotos und Exponate zum Vorschein gebracht. Diese wurden mit Informationstafeln und spannenden Vorträgen angereichert.

Mehrere Männer legen Baumrindenstücke aus einem weißen Lastwagen auf einen Graben.
24. Juni 2025
Azubi-Projekt kommt auf Instagram groß raus!

Mit mehr als 30.000 Aufrufen ging ein Reel von einem Azubi-Projekt an der Revierwasserlaufanstalt Freiberg durch die Decke – und gewann mit einem Schlag 28 Abonnenten für unseren Kanal @ltv_sachsen. Unsere Azubis hatten die Kunstgräben instand gesetzt und mit neuen Betonplatten oder Holzschwarten abgedeckt.

Instagram-Reel
Gruppe mit vielen jungen Menschen stehen unter einem Baum auf einer Wiese, im Vordergrund ein blaues Banner mit der Aufschrift "Herzlich Willkommen".
13. bis 15. August 2025
Eröffnungs­veranstaltung für neue LTV-Azubis

Herzlich willkommen unseren 19 neuen Azubis in den Ausbildungsrichtungen Wasserbau, Büromanagement und Fachinformatik! In Grillenburg fand unsere traditionelle Kennenlernwoche mit den ersten Schulungen, Exkursionen und Grillabenden statt.

Menschen vor der hohen, gebogenen Bruchstaumauer der Talsperre Muldenberg und mehreren blauen Zelten bei sonnigem Himmel mit Wolken.
06. September 2025
100 Jahre Talsperre Muldenberg

Mit einem Tag der offenen Tür feierten wir im September den 100. Geburtstag der Talsperre Muldenberg im Vogtland. Rund 2.000 Gäste kamen bei bestem Wetter, um sich die Talsperre aus der Nähe anzusehen und einen Blick in die Staumauer zu werfen. Dazu gab es verschiedene Stände mit Informationen, Karriereberatung, Spezialtechnik und Kinderbasteln.

Links: Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung steht auf einem Lader und schaufelt Sand in einen Jutesack. Der Sack wird von einem Jungen gehalten.
Rechts: Ein Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung schaut zu, wie ein Mädchen die gefüllten Jute-Sandsäcke stapelt. Ein anderes Mädchen im Hintergrund fotografiert sie dabei.
23. September 2025
Tag der Flüsse in Torgau

Zum Schüleraktionstag der LANU zum Tag der Flüsse in Torgau haben Schülerinnen und Schüler wieder Sandsäcke gestapelt, was das Zeug hielt. Außerdem durften sie mikroskopieren, Fische bestimmen und zum Thema Wasser/Hochwasser quizzen.

Modernes zweigeschossiges Gebäude mit vielen Fenstern und schrägem Dach vor bewaldetem Hügel unter blauem Himmel.
06. November 2025
Neues Betriebsgebäude in Lengefeld eingeweiht

Die Zentrale des Betriebes Freiberger Mulde / Zschopau war bis 2022 in der ehemaligen Baubaracke der Talsperre Saidenbach untergebracht. Während das neue Gebäude gebaut wurde, war sie nach Marienberg ausgelagert. Seit 2025 hat der Betrieb nun ein neues, modernes und gut gedämmtes Bürogebäude, das sich gut in die Landschaft einfügt.

Vier Männer stehen in blauen Regenjacken an einem Hochwasserschutztor an einem Fluss. Sie haben eine Hand am Tor, als ob sie es schließen wöllten und schauen in die Kamera.
17. November 2025
Feierliche Einweihung der Hochwasser­schutzanlage in Burkhardtsdorf

Burkhardtsdorf kann nachts wieder ruhig schlafen: Der neue Hochwasserschutz an der Zwönitz ist seit 2025 fertiggestellt. Sie kann bis zu 56 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zurückhalten, das entspricht in etwa einem Hochwasser in der Zwönitz wie 2002. Das Projekt kostete rund 40 Millionen Euro und wurde durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Luftaufnahme eines kanalisierten Flussabschnitts mit zwei getrennten Wasserläufen und steinernen Ufermauern in einem bewaldeten Gebiet.

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März 2026