Ausgewählte Bauvorhaben
Schadensbeseitigung an der Talsperre Quitzdorf

Überblick

gestautes Gewässer  Schwarzer Schöps
verantwortlicher Betrieb  Betrieb Spree/Neiße

Abstauzeitraum inklusive

Begutachtung und Instandsetzung

 Mai bis November 2019

 

TSQ_Staulinien_05032019_web.jpg

blaue Linie: Stauziel

grüne Linie: entspricht in etwa dem Trockenjahr 2018

gelbe Linie: geplante Restwasserfläche bei Abstau 2019

Aktueller Stand

In der 46. Kalenderwoche findet ein weiterer Tauchereinsatz zur Begutachtung der Betonbeschaffenheit am Grundablassbauwerk statt. Dazu ist die Entfernung der vorhandenen Beschichtung aus glasfaserverstärktem Kunststoff notwendig. Ist keine sofortige Betoninstandsetzung erforderlich, wird ab Dezember 2019 mit dem Einstau der Talsperre in Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse begonnen. Die Betoninstandsetzung wird dann im Rahmen der Komplexsanierung vorgenommen.

Während des Tauchereinsatzes erfolgt mit Hilfe einer Drohne eine Luftbildvermessung der trocken gefallenen Bereiche, um die im Rahmen der späteren Komplexsanierung vorgesehene Sedimentberäumung besser planen zu können.

 

Achtung!

Die Uferbereiche und das Staubecken dürfen keinesfalls betreten werden! Es besteht das Risiko, in abgelagerten Sedimenten stecken zu bleiben. Außerdem können Untiefen oder angeschwemmte Gegenstände zur Gefahr werden.

Das Betretungsverbot gilt auch für die frei liegenden Schlamm- und Kiesflächen um die Quitzdorfer Insel und die vorgelagerte, sogenannte Vogelschutzinsel. Sie stellen derzeit ein wichtiges Rastgebiet und einen Übernachtungsplatz für zahlreiche Wasser- und Schnepfenvögel dar. Im Vogelschutzgebiet „Talsperre Quitzdorf“ unterliegen diese einem besonderen Schutz. Hinzu kommen die Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes.

Chronologie

10.10.2019               Aufstellen von Schildern zum Betretungsverbot der trocken

                                 gefallenen Beckenbereiche

 

06.09.2019               Abgabe aus Talsperre Quitzdorf erhöht

                                 Pressemitteilung vom 06.09.2019

 

15.08.2019               Abstau abgebrochen

 

24.06.2019                der Abstau beginnt

 

10.04.2019                Informationsveranstaltung zur Schadensbeseitigung

                                  an der Talsperre Quitzdorf

                                  Beginn: 18 Uhr

                                  Ort: Landhotel „Zum Heideberg" in Kollm

                                  20190410_Quitzdorf_Präsentation_Infoveranstaltung_Internet.pdf

 

09./10.04.2019          wissenschaftliche Taucher begutachten potentielle

                                  Schäden am Staudamm

 

01.03.2019                das Angeln beginnt

Die Fischschonzeiten und Mindestgrößen wurden dafür laut Fischereigesetz örtlich und zeitlich begrenzt aufgehoben.

Hintergrundinformationen

Nach fast 50 Jahren Dauereinsatz wird die Talsperre Quitzdorf 2019 saniert. Bei einer Bauzustandsanalyse im vergangenen Jahr wurden erhebliche Schäden auf der Wasserseite des Entnahmebauwerks festgestellt. Um ein vollständiges Schadensbild zu erhalten, wird auch der untere Staubereich untersucht. Dieser war 2018 trotz Trockenheit noch eingestaut. Dafür muss die Talsperre vollständig entleert werden.

Die Absenkung ist von der Witterung abhängig und zwischen Mai und August 2019 eingeplant. Danach wird mindestens drei Monate, also bis November gebaut. Das Wasser des Schwarzen Schöps wird in dieser Zeit direkt über den Grundablass der Talsperre in die Satzfischanlage im Unterlauf geleitet. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Talsperre wieder angestaut.

Für die notwendige Entleerung der Talsperre muss der vorhandene Fischbestand entnommen werden, wofür vom Fischereipächter ein Abfischen mit geeigneten Methoden vorbereitet wird. Dafür wurden auf Antrag des Fischereipächters für die Hauptsperre und das Vorbecken Reichendorf örtlich und zeitlich befristet die Fischschonzeiten und Mindestgrößen laut Fischereigesetz aufgehoben.

Die Sonderregelungen zum Angeln an der Talsperre werden rechtzeitig in der Verbandszeitschrift „Fischer & Angler in Sachsen" bekanntgegeben. Das Fangverbot in den Naturschutzgebieten und den mit Bojen gekennzeichneten Bereichen vor den technischen Anlagen der Talsperre bleibt bestehen.

Technische Informationen

Lage

 Niesky, Landkreis Görlitz

Bauzeit

 1965 –1972

gestautes Gewässer

 Schwarzer Schöps

Einzugsgebiet

 175,6 km²

Rohwasserabgabekapazität für Brauchwasser

 9,28 Mio. m³/Jahr

 

STAUBECKEN

 

 

Gesamtstauraum

 25,60 Mio. m³

davon Betriebs-und Reserveraum

 16,48 Mio. m³

gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum

 4,45 Mio. m³

maximale Beckentiefe

 6,80 m

 

ABSPERRBAUWERK

 

 

Höhenlage der Dammkrone

 162,44 m über NN

Kronenlänge

 1,5 km

Kronenbreite

 4,00 m

Höhe über der Gründungssohle

 11,50 m