Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Jahres­bericht 2023

Grußwort

Über uns

Landestal­sperren­verwaltung Sachsen

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist verantwortlich für viele Talsperren und andere Stauanlagen wie Hochwasserrückhaltebecken und Wasserspeicher in Sachsen. Darüber hinaus hat der Staatsbetrieb jedoch noch weitere Hauptaufgaben: Wasserbereitstellung, Hochwasserschutz sowie die ökologische Entwicklung der größeren Flüsse (Gewässer 1. Ordnung) im Freistaat.

Palmengartenwehr in Leipzig(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Albrecht Holländer)

Unser Arbeitsplatz

Die Landestalsperrenverwaltung ist überall in Sachsen aktiv. In den verschiedenen Regionen arbeiten knapp 900 Menschen. Unser Hauptsitz ist in Pirna im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge.

Karte von Sachsen mit allen Gewässern, Stauanlagen und Betrieben der Landestalsperrenverwaltung Sachsen

Die LTV vor Ort

Karte mit dem Standort der Zentrale der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Zentrale – Sitz der Geschäftsführung
  • Sitz: Pirna
  • Beschäftigte: 148
  • zuständig für: Freistaat Sachsen
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Karte mit dem Standort des Betriebes Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Betrieb Oberes Elbtal
  • Sitz: Dresden
  • Beschäftigte: 140
  • Stauanlagen: 20 mit rund 87 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 650
  • zuständig für: Dresden, Landkreise Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, Meißen, z.T. Bautzen
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Karte mit dem Standort des Betriebes Freiberger Mulde / Zschopau der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau
  • Sitz: Pockau-Lengefeld, interimsweise Marienberg
  • Beschäftigte: 146
  • Stauanlagen: 19 mit rund 66 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 630
  • zuständig für: Chemnitz, z.T. Landkreis Mittelsachsen und Erzgebirgskreis
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Karte mit dem Standort des Betriebes Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster
  • Sitz: Eibenstock
  • Beschäftigte: 143
  • Stauanlagen: 17 mit rund 188 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 450
  • zuständig für: Landkreis Zwickau, Vogtlandkreis, westlicher Erzgebirgskreis
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Karte mit dem Standort des Betriebes Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster
  • Sitz: Rötha
  • Beschäftigte: 173
  • Stauanlagen: 22 mit rund 161 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 770
  • zuständig für: Stadt Leipzig, Landkreise Leipzig, Nordsachsen, z. T. Mittelsachsen
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Karte mit dem Standort des Betriebes Spree / Neiße der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Betrieb Spree / Neiße
  • Sitz: Bautzen
  • Beschäftigte: 122
  • Stauanlagen: 9 mit rund 110 Millionen Kubikmetern Stauraum
  • Flusskilometer: rund 800
  • zuständig für: Landkreise Bautzen und Görlitz
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Unsere Fachkräfte

In der Landestalsperrenverwaltung arbeiten viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Egal, ob Beschäftigte aus den Bereichen Bau, Wasserwirtschaft, Labor, Betriebswirtschaft oder Recht – sie alle haben interessante und wichtige Aufgaben, die unser Land prägen.

Fachkräfte in den Bereichen Wasserbau, Büromanagement und Informatik bilden wir selbst aus. Sie haben beste Zukunftschancen in unserem Staatsbetrieb. Im Jahr 2023 hatten wir 64 Auszubildende, 48 davon im Bereich Wasserbau, 11 Kaufleute für Büromanagement und 3 Fachinformatiker/innen. Dazu kamen zwei BA-Studierende. Im Jahr 2023 nahmen sieben unserer Wasserbauer/innen am Meisterlehrgang teil.

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Grafik der Arbeitsfelder der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, die verschiedene Tätigkeitsbereiche wie Hochwasserschutz, Wasserbereitstellung, Wasserwirtschaft, Naturschutz und technische Infrastruktur zeigt. Die einzelnen Felder sind durch Symbole und Beschriftungen dargestellt.

Unsere Arbeitsfelder

Infografik über die Fließgewässer in Sachsen, zeigt Flüsse und deren Verlauf, Gewässerstrukturen und angrenzende Landschaften.
≈ 3.000 km
Fließ­gewässer 1. Ordnung
Infografik der Grenzgewässer von Sachsen, zeigt die Flüsse und Seen an den Landesgrenzen sowie angrenzende Gebiete und Gewässernetzwerke.
≈ 300 km
Grenz­gewässer zu Tschechien und Polen
Infografik zu Hochwasserschutzanlagen in Sachsen, zeigt verschiedene Arten von Hochwasserschutzstrukturen wie Dämme, Deiche und Rückhaltebecken.
≈ 750 km
Hochwasser­schutz­anlagen (inkl. Bundes­wasser­straße Elbe)
Infografik zu Poldern in Sachsen, zeigt die Funktionsweise und Struktur von Poldern zur Wasserregulierung und Hochwasserschutz.
1
Polder
Infografik zu Wehranlagen in Sachsen, zeigt die Struktur und Funktionsweise von Wehren zur Wasserregulierung und Energieerzeugung.
> 500
weitere wasser­wirtschaftliche Anlagen
Wordcloud mit verschiedenen Begriffen, die die Tätigkeitsbereiche und Themen der Landestalsperrenverwaltung Sachsen widerspiegeln, dargestellt in unterschiedlichen Schriftgrößen und Anordnungen.

Das Jahr 2023 aus
wasser­wirtschaftlicher Sicht

Mittlerer relativer Niederschlag und Zufluss zu ausgewählten Stauanlagen im Jahr 2023
Diagramm mit Niederschlags- und Zuflussdaten. Die Grafik zeigt den mittleren relativen beobachteten Niederschlag im Vergleich zum mehrjährigen Mittelwert. Die blauen Bereiche repräsentieren den Niederschlag, während die orangene gestrichelte Linie den mehrjährigen Mittelwert des Zuflusses darstellt. Das Diagramm erstreckt sich von Januar 2023 bis Dezember 2023.
Meteorologisch-hydrologische Lage
Das Kalenderjahr 2023 war in Sachsen markant zu warm und leicht überdurchschnittlich sonnig. Die Jahressumme des Niederschlages übertraf den mehrjährigen Referenzwert um rund zehn Prozent. Das Niederschlagdefizit seit dem Jahr 2018 hat sich reduziert; besteht aber weiterhin.
Das Jahr 2023 startete mit vergleichsweise geringer Wasserführung in den Talsperrenzuflüssen. Aufgrund von Tauwetter und Regenfällen stiegen die Talsperrenzuflüsse von Februar bis April auf Werte, die leicht über dem mehrjährigen Mittelwert lagen.
Wasser konnte in den Talsperren eingespeichert werden. Zwischen Mai und Juli bildete sich eine Niedrigwasserperiode aus, die vergleichbar war mit den Jahren 2018 und 2019. Auch nach ergiebigen Niederschlägen im August stiegen die Talsperrenzuflüsse kaum über Mittelwasserniveau. Erst ab Oktober erholten sich die Talsperrenzuflüsse infolge der reichen Niederschläge. Ende Dezember führten erhebliche Regen- und Schneefälle sowie eine rasch einsetzende Schneeschmelze zum Weihnachtshochwasser 2023.
Mittlere prozentuale Füllung bezüglich Inhalt bei Stauziel
für ausgewählte Stauanlagen im Jahr 2023
Kalenderdarstellung des Stauniveaus in Stauseen für jeden Monat des Jahres. Jeder Monat wird durch ein Icon repräsentiert, das den Wasserstand relativ zum 100%-Ziel anzeigt, wobei 100% bedeutet, dass der Betriebsraum vollständig gefüllt ist. Die Auswertung umfasst die Stauseen Gottleuba, Lichtenberg, Stollberg, Dröda, Eibenstock, Cranzahl, Muldenberg, Saidenbach, Lehnmühle, Bautzen, Pöhl und Schömbach.
Stauanlagen­bewirtschaftung
Zahlreiche Talsperren waren zu Jahresbeginn zu 70 bis 80 Prozent gefüllt, da im vorangegangenen Trockenjahr 2022 Wasser zur Trinkwasseraufbereitung, Brauchwasserversorgung und Niedrigwasseraufhöhung gezielt abgegeben wurde. Durch den Einstau der hohen Winterzuflüsse konnte im März das Stauziel an nahezu allen Talsperren wieder erreicht werden.
Zusätzlich konnten mit behördlicher Genehmigung in ausgewählten Trinkwassertalsperren temporär Anteile des Hochwasserrückhalteraumes eingestaut werden. Diese flexible Talsperrenbewirtschaftung ist eine Maßnahme zur Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels. Ab Mai sanken die Stauspiegel aufgrund der geringen Zuflüsse wieder.
Über die Weihnachtsfeiertage führten ergiebige Dauerregen- und Schneefälle verbunden mit Tauwetter zu einer großräumigen Hochwasserlage. Der Hochwassernachrichtendienst wurde für alle sächsischen Flussgebiete eröffnet; an einigen Hochwassermeldepegeln wurde die Alarmstufe 3 (von 4) überschritten. Die Zuflüsse zu den Stauanlagen erreichten flächendeckend Hochwasserniveau. Die Betriebsräume und Hochwasserrückhalteräume in den Stauanlagen wurden eingestaut. Dieser gezielte Wasserrückhalt entschärfte vielerorts die Situation in den Unterläufen.
Abgabemengen im Jahr 2023 für die einzelnen Nutzungsarten
Vertikale Wasserstandsanzeige, die die Gesamtabgabe von Rohwasser in 2023 darstellt. Die Gesamtmenge von 137,4 Millionen Kubikmetern ist in drei Kategorien unterteilt: 85,8 Millionen Kubikmeter für Trinkwasser, 22,5 Millionen Kubikmeter für Brauchwasser und 29,1 Millionen Kubikmeter für Zuschusswasserabgaben zur Niedrigwasseraufhöhung und Gewässergütesteuerung.
Wasser­bereitstellung und Abgabe­­mengen
Die Talsperren und Wasserspeicher der Landestalsperrenverwaltung Sachsen haben verschiedene Nutzungen wie Rohwasserbereitstellung zur Trinkwasseraufbereitung, Brauchwasserversorgung, Niedrigwasseraufhöhung und Hochwasserschutz. Sie wurden auch im Jahr 2023 ihrer Ausgleichsfunktion uneingeschränkt gerecht. Dafür wurden die zur Verfügung stehenden Betriebsräume und die Vernetzung der Talsperren durch Überleitungssysteme genutzt.
Art der Wasserproben
Diagramm mit drei Reagenzgläsern, die die entnommenen Wasserproben in den Jahren 2021, 2022 und 2023 darstellen. Die Proben sind in verschiedene Kategorien unterteilt, darunter ökologischer Zustand, Niederschlagsproben, Ereignisproben, Vergabe der Analytik an Dritte und Grund- und Steuerprogramm. Jedes Jahr zeigt die Anzahl der Gewässer und Proben sowie die Summe der entnommenen Wasserproben.
Wassergüte
Die Temperaturen waren 2023 gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich erhöht. Bis Ende September 2023 bestand ein Niederschlagsdefizit in Sachsen. Das wirkte sich auch auf die Wasserbeschaffenheit in verschiedenen Talsperren aus. Durch die hohen sommerlichen Temperaturen kam es an einigen Talsperren zu Geruchsauffälligkeiten im Rohwasser sowie zur Entwicklung von coliformen Bakterien im Tiefenwasser, die jedoch ohne das parallele Auftreten von E. coli (Fäkalindikator) als unkritisch zu bewerten waren.
Die erhöhten Niederschläge gegen Ende des Jahres führten zu verstärkten Einträgen von organischen Stoffen (Huminstoffen) an den bekannten Schwerpunkttalsperren.

Überwachung
des Sohlwasser­drucks

Überwachung des Sohlwasser­drucks

Um die Standsicherheit einer Staumauer einschätzen zu können, muss der Sohlwasserdruck regelmäßig überwacht werden. Unter Sohlwasserdruck versteht man den Wasserdruck, der aus dem Untergrund in der Gründungsfuge auf die Staumauer oder den Staudamm wirkt.

Gemessen wird der Sohlwasserdruck mithilfe von Brunnenpfeifen. Diese werden durch ein senkrechtes Bohrloch bis auf die Wasserfläche hinabgelassen.  So misst man die Höhe des Sohlwasserdrucks über der Bauwerksgründung. Bei Bauwerken mit höherem Druck werden Manometer verwendet.

Manche Talsperren haben mehrere hundert Messstellen für den Sohlwasserdruck. Diese sind teilweise automatisiert, werden aber zur Verifizierung der Werte mindestens einmal im Monat auch manuell abgelesen.

Sohlwasserdruckmessstelle, TS Neunzehnhain II(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf: Albrecht Holländer)
Sohlwasserdruckmessstelle, Talsperre Dröda(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Jan Gutzeit)
Schematische Darstellung von Sohlwasserdruckmessstellen in einer Talsperre

Ausgewählte Projekte 2023

Echte Teamarbeit: Matthias Schwanke, Anja Fischer und Thilo Schaar vom Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster vor einem der beiden neuen Ringkolbenventile.(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Talsperre Pirk bekommt neue Ring­kolben­­ventile
Nach mehr als 80 Jahren Dauerbetrieb mussten die alten Ringkolbenventile der Talsperre Pirk ausgetauscht werden. Die beiden neuen Großarmaturen sind Sonderanfertigungen. Sie haben eine Nennweite von je zwei Metern und wiegen jeweils 16 Tonnen. Die Bauarbeiten fanden im laufenden Betrieb der Talsperre statt, ohne dass ein Abstau nötig war. Gleichzeitig erhielt die Staumauer auf der Luftseite einen zusätzlichen Zugang.
Link zum Film
  • Bauzeit: November 2021 bis April 2023
  • Kosten: 4,1 Millionen Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Bauwerk: Betonstaumauer mit luftseitiger Bruchsteinverblendung, Höhe: 16,22 Meter, Länge: 250 Meter, Stauinhalt: 7,8 Millionen Kubikmeter
  • Hauptnutzung: Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung
Peter Hollas und Andreas Zink vom Betrieb Oberes Elbtal begutachten einen Abschnitt der Kleinen Röder bei Görzig (Lkr. Meißen), der 2023 renaturiert wurde.(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Renaturierung Kleine Röder
Die naturnahe Entwicklung der Kleinen Röder bei Görzig war bisher stark eingeschränkt. Um die Gewässerstruktur und die Lebensräume für Fische und andere Wasserlebewesen zu verbessern, sollte eine eigendynamische Entwicklung des Flusses und seiner Ufer ermöglicht werden. Auf einer Länge von 300 Metern wurden deshalb verschiedene Buhnen zur Lenkung der Strömung sowie ortstypischer Kies in das Gewässer eingebaut.
  • Bauzeit: April 2023
  • Baukosten: Eigenleistung der Flussmeisterei Riesa
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen (Materialkosten über Sofortprogramm „Start 2020“)
  • Maßnahme: Einbau von Kiesmaterial und Strömungslenkern
  • Gewässer: Kleine Röder
Volker Debernitz und Johannes Hunger vom Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau begutachten den Fortschritt auf der Hochwasserschutzbaustelle in Olbernhau.(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Bau einer Hochwasser­schutzanlage
Allein das Augusthochwasser 2002 verursachte in der Stadt Olbernhau rund 40 Millionen Euro Schäden durch Überflutungen. Im Ort entstand seit 2014 eine drei Kilometer lange Hochwasserschutzanlage. Nun ist der Ort vor einem Hochwasserabfluss von bis zu 174 Kubikmetern pro Sekunde geschützt. Dies entspricht einem Hochwasser, das statistisch einmal in 50 Jahren eintritt (HQ50).
  • Bauzeit: Mai 2014 bis Dezember 2023
  • Baukosten: 35,5 Millionen Euro
  • Finanzierung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung und Freistaat Sachsen
  • Maßnahme: Deichinstandsetzungen, Bau neuer Hochwasserschutzwände, Schaffung zusätzlicher natürlicher Überschwemmungsflächen durch Abriss von Häusern, Querschnittsanpassungen von Brücken
  • Gewässer: Flöha
So sieht ein Strömungslenker aus natürlichen Materialien aus. Nils Sanne, Remo Fahr und Uwe Reinhold von der Flussmeisterei Borna an der renaturierten Wyhra (Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Renaturierung der Wyhra
Der Gewässerabschnitt der Wyhra zwischen Neukirchen und Zedlitz wurde 2023 in einen naturnahen Zustand gebracht. Grundlage dafür war das Gewässerentwicklungskonzept, das die Landestalsperrenverwaltung im Jahr 2022 für den Fluss aufgestellt hatte. Das Konzept zeigt, wie der Fluss in naher Zukunft im Einklang mit dem Hochwasserschutz die gesetzlichen Umweltziele erreichen kann. In der Wyhra wurden dazu unter anderem naturnahe Strömungslenker eingebaut, um eine Tiefen- und Breitenvarianz des Flusses zu fördern.
  • Bauzeit: Februar 2023 bis voraussichtlich 2026
  • Baukosten: 600.000 Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Maßnahme: Wehrrückbau, Entfernen von Sohl- und Uferbefestigungen, Einbau von Buhnen und Totholz, Gewässeraufweitung, Anbindung Altarm
  • Gewässer: Wyhra
Dass das Vorbecken Neumalsitz nun fit für die Zukunft ist, macht den Projektleiter Mike Härtelt vom Betrieb Spree / Neiße stolz.(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Sanierung des Vorbeckens der Talsperre Bautzen
Das Entlastungsbauwerk des Vorbeckens Neumalsitz war so stark geschädigt, dass die Stand- und Verkehrssicherheit gefährdet war. Durch Verwitterung war die Stahlbewehrung bereits teilweise korrodiert, sodass es zu Betonabplatzungen kam. Auch war der Grundablassschieber schwergängig und undicht. Gebaut wurde ein neues Entlastungsbauwerk mit einer umlaufenden Überfallkante und einem Mönch – einem Ablaufbauwerk, das mit kurzen Dammbalken verschlossen werden kann.
  • Bauzeit: Oktober 2022 bis März 2023
  • Kosten: 360.000 Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Bauwerk: homogener Erddamm mit gekrümmter Achse (Straßendamm), Höhe: 4,8 Meter, Länge: 201 Meter, Stauinhalt: 50.000 Kubikmeter
  • Gestautes Gewässer: Neumalsitzer Wasser
Klaus-Peter Hirthe vom Betrieb Zwickauer Mulde / Obere Weiße Elster prüft die Fugen der neuen Hochwasserschutzwand in Schwarzenberg.(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Schwarz­wasser erhält Hochwasser­schutz­wand
In Schwarzenberg wurden seit 2002 bereits mehrere Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt. Mit der neuen Hochwasserschutzwand zwischen dem Roten Mühlenweg bis zum Wasserwerk Schwarzenberg sind sowohl die Kläranlage als auch das Gewerbegebiet vor einem Hochwasser geschützt, wie es statistisch einmal in 100 Jahren auftritt (HQ100). Damit können nun 241 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfließen, ohne dass das Schwarzwasser über die Ufer tritt.
  • Bauzeit: Mai 2022 bis August 2023
  • Kosten: 940.000 Euro
  • Finanzierung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, Freistaat Sachsen
  • Maßnahme: Bau einer 145 Meter langen Hochwasserschutzwand, punktuelle Ufererhöhungen zwischen Wasserwerk Schwarzenberg und Stadtteil Neuwelt/Hammerstraße, Nachpflanzung 80 standorttypischer Bäume und 1.000 Weidenstecklinge, naturraumtypische Wiesenbegrünung
  • Gewässer: Schwarzwasser
Wolfgang Stützer vom Betrieb Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster auf seiner Baustelle in Kathewitz (Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Deich­­instandsetzung Brottewitz-Kathewitz
Beim Frühjahrshochwasser 2005 wurde der Deichabschnitt beschädigt und musste notgesichert werden. Eine Deichzustandsanalyse ergab zudem, dass der Deich nicht mehr standsicher war und die Gefahr bestand, dass Wasser durchsickert. Der Einbau einer Innendichtung war nötig. Zudem wurden Deichgeometrie und der Freibord des Deiches an den aktuellen Stand der Technik angepasst, ein Deichverteidigungsweg angelegt und die beiden Deichscharten in Kathewitz durch Deichüberfahrten ersetzt.
  • Bauzeit: Mai 2021 bis Juni 2023
  • Baukosten: 2,5 Millionen Euro
  • Finanzierung: Bundes- und Landesmittel
  • Maßnahme: Instandsetzung des 1,6 Kilometer langen Hochwasserschutzdeiches, Einbau Innendichtung, Anlegen Deichverteidigungsweg und Deichüberfahrten, Anpassung Freibord, Schutzziel: HQ100
  • Gewässer: Elbe
Noch wird gebaggert: Wie es hier einmal aussehen soll, weiß Birgit Hohlfeld vom Betrieb Spree / Neiße. (Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Rückbau Walkmühlen­­wehr
Um die Durchgängigkeit der Spree weiter zu verbessern, starteten die Landestalsperrenverwaltung Sachsen und die Fischereibehörde mit dem Rückbau des Walkmühlenwehres in Bautzen ein gemeinsames Pilotprojekt. Dabei wurde untersucht, wie die Forderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie fachlich optimal erfüllt werden können. Es erfolgte zudem eine ökologische Baubegleitung.
  • Bauzeit: August 2022 bis Juni 2023
  • Kosten: 1,37 Millionen Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen aus dem Sofortprogramm „Start 2020“
  • Maßnahme: vollständiger Rückbau des Wehres, Umgestaltung in eine Gefällestrecke mit Schneckenbuhnen, Sicherung der Flusssohle durch Sohlriegel, Ersetzen der Ufermauern durch naturnahe Böschungen
  • Gewässer: Spree
Hier können Hochwasserabflüssen bis einem HQ10.000 abgeleitet werden: Bei Hochwasser wird die Schussrinne zum reißenden Fluss: Staumeister Sebastian Rieß an der neuen Hochwasserentlastungsanlage der Talsperre Malter.(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Sanierung Talsperre Malter
Zur Gewährleistung der Hochwassersicherheit wurde die Talsperre Malter ab 2016 im laufenden Betrieb saniert. Der größte Bauabschnitt war dabei die Erweiterung der Hochwasserentlastungsanlage. Dabei wurden die bestehende Sammelrinne vertieft sowie ein Teilungsbauwerk, eine zusätzliche Schussrinne und ein zweites Tosbecken gebaut. Damit können nun Hochwasserabflüsse von bis zu 313 Kubikmetern pro Sekunde abgeführt werden.
  • Bauzeit: April 2016 bis August 2023
  • Kosten: 31,1 Millionen Euro
  • Finanzierung: Freistaat Sachsen
  • Bauwerk: Bruchsteinmauer mit gekrümmter Achse und Intze-Keil, Höhe: 29,6 Meter, Länge: 193 Meter, Stauinhalt: 4,35 Millionen Kubikmeter
  • Hauptnutzung: Hochwasserschutz
Mirko Salzmann vom Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau bei der Funktionsprobe am Dörnthaler Teich am 03.08.2023(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Sanierung Dörnthaler Teich
Der Dörnthaler Teich wurde zwischen 1842 und 1844 gebaut und ist Teil der Revierwasserlaufanstalt Freiberg. In drei Bauabschnitten werden die historische Trinkwassertalsperre auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und die Schäden aus dem Junihochwasser 2013 beseitigt. Erneuert werden unter anderem der Grund- und Betriebsauslass, Einlauf- und Verteilerbauwerke, Schieber- und Toskammern sowie die Striegelhäuser (Schieberhäuser) mit der gesamten Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Dafür musste die Anlage für zwei Jahre komplett entleert werden.
  • Bauzeit: August 2021 bis Juli 2024
  • Baukosten: 10 Millionen Euro
  • Finanzierung: Bundes- und Landesmittel
  • Bauwerk: Erddamm mit wasserseitiger Dichtung und Tarrasmauer (Höhe: 17,10 Meter, Länge: 300 Meter, Stauinhalt: 1,154 Millionen Kubikmeter)
  • Besonderheiten: Denkmalschutz als Teil der Revierwasserlaufanstalt Freiberg (UNESCO-Weltkulturerbe „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“)
  • Hauptnutzung: Trinkwassertalsperre
Zur Freude von Jörg Hengst und Peter Hollas vom Betrieb Oberes Elbtal läuft alles auf der Baustelle Hoischewehr(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Ersatz­neubau des Hoische­wehrs
Das denkmalgeschützte Hoischewehr befindet sich an der Gewässerkreuzung der Geißlitz und des Grödel-Elsterwerdaer Floßkanals und reguliert die Wasserverteilung der beiden Gewässer. Die Hochwasser der vergangenen Jahre, Alterungsprozesse und Umwelteinflüsse führten dazu, dass das Wehr so sehr beschädigt war, dass es nicht mehr saniert werden konnte. Deshalb wurde ein Ersatzneubau geplant, der den denkmalschutzrechtlichen Anforderungen entspricht. Das neue Wehr wird zwar aus Stahlbeton gebaut, jedoch teils mit den originalen Natursteinen des alten Wehres und teils mit neuen Steinen aus gleichem Material verblendet.
  • Bauzeit: Mai 2022 bis Juni 2024
  • Kosten: 4,3 Millionen Euro
  • Finanzierung: Bundes- und Landesmittel
  • Bauwerk: Verteilerwehr, Verschlüsse: 2 Schlauchverschlüsse zur Geißlitz, 2 Schützen zum Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal
  • Gewässer: Geißlitz und Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal
Daniel Steinmüller vom Betrieb Spree / Neiße am umgebauten Verteilerwehr in Spreewiese(Foto: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse)
Fisch­aufstiegs­anlage am Verteile­rwehr
Das Wehr Spreewiese steuert seit 1970 die Wasserverteilung zwischen der Spree und der Kleinen Spree. Durch den Bau einer Fischaufstiegsanlage ist es nun durchgängig für Fische und andere Wasserlebewesen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Dafür musste das bestehende Wehr komplett umgebaut werden. So wurden Uferwände angepasst, Teichzuleiter umverlegt, eine neue Brücke über das Tosbecken gebaut, Beton und Wehrklappen saniert sowie Messpegel errichtet.
  • Bauzeit: Oktober 2020 bis Mai 2023
  • Kosten: 2,3 Millionen Euro
  • Finanzierung: Bundes- und Landesmittel, Kooperation mit der Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)
  • Bauwerk: Fischaufstiegsanlage aus zwei Teilen - 13 Becken auf 35 Metern Länge zwischen Spree (unterstrom) und Kleiner Spree; 9 Becken auf 27 Metern zwischen Kleiner Spree und Spree (oberstrom)
  • Gewässer: Spree

Das Jahr 2023 in Zahlen

Zwei Kreisdiagramme mit den Titeln 'Programme gesamt: 168,14 Mio. €' und 'Finanzierung gesamt: 168,14 Mio. €'. Das linke Diagramm zeigt die Mittelverteilung mit 101,22 Mio. € für 'Wirtschaftsplan (Landesmittel)', 44,08 Mio. € für 'Hochwasserschutzprogramme (EU-/Bundes-/Landesmittel)', 18,50 Mio. € für 'Sondervermögen Hochwasser 2023 (Bundes-/Landesmittel)' und 4,34 Mio. € für 'andere Programme (Bundes-/Landesmittel)'. Das rechte Diagramm zeigt die Finanzierungsquellen mit 117,82 Mio. € aus 'Landesmittel', 27,87 Mio. € aus 'Bundesmittel' und 22,45 Mio. € aus 'EU-Mittel'."
Staatliche Haushalts­mittel 2023
Die Landestalsperrenverwaltung hat eine Vielzahl hoheitlicher Aufgaben wie Hochwasserschutz, Gewässerentwicklung und die Umsetzung europäischer Richtlinien. Dafür stellt die sächsische Staatsregierung die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Für viele Projekte fließen zudem Mittel des Bundes und der EU in die Finanzierung ein.
Balkendiagramm mit den 'Gesamtausgaben 114.411.855 €' verteilt auf drei Kategorien: 'Hochwasserschutz' (62.106.668,77 €), 'Gewässerentwicklung' (8.423.583,92 €) und 'Betreiberaufgabe' (43.881.603,12 €). Die Kategorie 'Hochwasserschutz' ist unterteilt in 66% 'Hochwasserschutzmaßnahmen', 32% 'Hochwasserschadensbeseitigung' und 2% 'Hochwasserrisikomanagement'. Die Kategorie 'Gewässerentwicklung' ist unterteilt in 56% 'WRRL', 35% 'Auenprogramm' und 9% 'Sonstige'. Die Kategorie 'Betreiberaufgabe' ist unterteilt in 44% 'Stauanlagen', 39% 'Fließgewässer', 15% 'Hochbau' und 2% 'Erneuerbare Energie'.
Bauprogramm der Landes­­talsperren­verwaltung 2023
Die Landestalsperrenverwaltung ist für Schadensbeseitigung und präventiven Hochwasserschutz an den landeseigenen Gewässern zuständig. Dafür wurde auch 2023 ein hoher Anteil der verfügbaren Finanzmittel ausgegeben. Zudem wurde in Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen an Stauanlagen und Fließgewässern investiert. Dazu kommen Maßnahmen zur ökologischen Gewässerentwicklung.
Grafik mit dem Titel 'Gesamtzahl: 749 Projekte'. Eine Wand zeigt die prozentuale Verteilung der Projekte: 78% abgeschlossene Projekte (582 Projekte), 19% Projekte in Planung (140 Projekte), 3% Projekte im Bau (27 Projekte).
Hochwasser­schutz­programm des Freistaates Sachsen
Nach dem Hochwasser 2002 wurden für ganz Sachsen Hochwasserschutzkonzepte erarbeitet. Die dort enthaltenen Maßnahmen wurden priorisiert und werden sukzessive umgesetzt. Im Zuge der Umsetzung der europäischen Hochwasser­risiko­management-Richtlinie werden die Konzepte nun überprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Die Hochwasserschutzmaßnahmen sind Bestandteil der Hochwasserrisikomanagementpläne für die Elbe und die Oder und wurden im Hochwasserschutzprogramm des Freistaates Sachsen zusammengefasst.
Bild einer beschädigten Straße neben einem Kreisdiagramm, das den Fortschritt von Projekten zeigt: 55% fertiggestellt, 20% Modellierung, 15% Kartenerstellung, 6% offen und 4% fertig (noch nicht übergeben).
Hochwasser­gefahren- und –risikokarten
Bei der Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie werden auch die vorliegenden Hochwasserkarten überprüft und – wenn nötig – aktualisiert. In den Hochwassergefahrenkarten wird die Gefährdung bei unterschiedlichen Hochwasserszenarien aufgezeigt. Dafür werden Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten in den überschwemmten Bereichen angegeben. In den Hochwasserrisikokarten werden hingegen die Flächennutzung der überschwemmten Flächen und besonders gefährdete Objekte dargestellt. Die Hochwasserkarten sind hier öffentlich einsehbar.
Bild eines Flusslaufs neben einem Kreisdiagramm, das den Fortschritt von 50 Projekten zeigt: 30 in Bearbeitung, 12 in Vorbereitung und 8 abgeschlossen.
Erstellung von Plänen zur ökologischen Gewässer­entwicklung
Die naturnahe Gewässerentwicklung ist neben der Gewässerunterhaltung eine Schwerpunktaufgabe der Landestalsperrenverwaltung. Dafür werden für sehr viele Gewässer in Zuständigkeit der Landestalsperrenverwaltung Gewässerentwicklungskonzepte aufgestellt, die sogenannten Vorhabens- und Sanierungspläne für den Teilbereich Hydromorphologie. Aus diesen Konzepten werden Maßnahmen zur ökologischen Gewässerentwicklung abgeleitet und schrittweise umgesetzt.

Das Jahr 2023 in Bildern

Staffelstab­übergabe beim Betrieb Oberes Elbtal
20. Februar 2023
Staffelstab­übergabe beim Betrieb Oberes Elbtal
Einen Leitungswechsel gab es im Betrieb Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung. Die bisherige Betriebsleiterin Birgit Lange (rechts) wechselte ins sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. Neue Betriebsleiterin wurde die bisherige Leiterin des Justiziariats, Maren Wittig (links).
Tag des Wassers – Hochwasser­rückhalte­becken Lauenstein
26. März 2023
Tag des Wassers – Hochwasser­rückhalte­­becken Lauenstein
Einen regelrechten Besucheransturm erlebte das Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein im Osterzgebirge zum Tag der offenen Tür. Rund 4.000 Menschen nutzen die Gelegenheit, sich das Bauwerk von innen anzuschauen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Umweltstaatssekretärin Gisela Reetz.
Arbeiten, wo andere Urlaub machen.
April 2023
Arbeiten, wo andere Urlaub machen.
Ein besonderer Höhepunkt der Wasserbau-Ausbildung bei der Landestalsperrenverwaltung ist ein Lehrgang zum aktiven Küstenschutz in Zingst an der Ostsee. Hier lernen die Azubis, wie man durch Sandfangzäune und Strandhafer Schäden an Dünen vermeiden kann. Der Lehrgang erfolgt seit 2004 in Kooperation mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern.
Erster Pleiße­abschnitt renaturiert
15. Mai 2023
Erster Pleiße­abschnitt renaturiert
Der erste Abschnitt der Pleiße ist renaturiert. In der Nähe von Böhlen weihte Umweltminister Wolfram Günther diesen ein. Die Arbeiten hatten im November 2022 begonnen. Auf einem Abschnitt von rund 350 Metern wurden unter anderem die Uferbefestigungen beseitigt sowie Ufertaschen und Strömungslenker eingebaut. Das Foto zeigt die Pleiße nach der Renaturierung.
Aqualino bei der REWE-Team-Challenge
6. Juni 2023
Aqualino bei der REWE-Team-Challenge
Bis auf die Startseite der Sächsischen Zeitung schafften es Aqualino und das Team der Landestalsperrenverwaltung bei der REWE-Team-Challenge. Die Landestalsperrenverwaltung war mit 56 Laufbegeisterten aus ganz Sachsen in Dresden an den Start gegangen. Insgesamt waren in mehreren Startwellen 22.500 Sportbegeisterte aus knapp 2.000 Unternehmen, Institutionen und Vereinen auf der Laufstrecke vom Kulturpalast ins Dynamostadion unterwegs.
Einweihung Hochwasser­schutz­lager Radeburg
15. Juni 2023
Einweihung Hochwasser­schutz­lager Radeburg
Mit einem Pressetermin weihte  unser Geschäftsführer Eckehard Bielitz das neue Hochwasserschutzlager in Radeburg (Landkreis Meißen) ein. Auf einer Lagerfläche von rund 365 Quadratmetern werden hier Hochwasserschutzmittel wie Aqua-Barrieren, Flies und Folien sowie rund 4,5 Millionen Sandsäcke vorgehalten. Diese können im Notfall von den Krisenstäben abgefordert werden.
Deutsches Talsperren­symposium in Lindau
04. bis 06. Juli 2023
Deutsches Talsperren­symposium in Lindau
Die Landestalsperrenverwaltung war beim 19. Deutschen Talsperrensymposium in der Inselhalle Lindau mit einem Vortrag zur Rohwasserbereitstellung aus Trinkwassertalsperren vertreten. Zudem waren der Austausch der Ringkolbenventile der Talsperre Pirk und die erweiterte Hochwasserentlastung der Talsperre Malter Themen bei dem Kongress.
Renaturierungs­projekte an der Freiberger Mulde
10. Juli 2023
Renaturierungs­projekte an der Freiberger Mulde
Bei einer Fachexkursion besichtigte Umweltminister Wolfram Günther renaturierte Abschnitte der Freiberger Mulde. Dabei ging es nach Lichtenberg im Erzgebirge, wo Wasserbau-Azubis der Landestalsperrenverwaltung die Ufer mit ingenieurbiologischen Bauweisen sicherten. In Nossen (Landkreis Meißen) wurde ein Flussabschnitt durch den Rückbau von gleich zwei Wehren wieder durchgängig.
Projektstart RegioNet Wasser­Boden
11. und 13. Juli 2023
Projektstart RegioNet Wasser­Boden
Mit je einer Auftaktveranstaltung im Mitteldeutschen und im Lausitzer Braunkohlerevier starteten die Landestalsperrenverwaltung mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie das Projekt „Regionale Netzwerke für ein nachhaltiges Wasser- und Bodenmanagement“ (RegioNet WasserBoden). Dabei geht es um den nachhaltigen Wasser-, Boden- und Naturschutz in den Strukturwandelregionen.
Minister­präsident besucht Talsperre Klingenberg
23. August 2023
Minister­­präsident besucht Talsperre Klingenberg
Bei einem Besuch der Talsperre Klingenberg kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer Investitionen in die Trinkwasser-Infrastruktur des Freistaates Sachsen an, um dem Klimawandel zu begegnen. Talsperren sind das Rückgrat der sächsischen Wasserversorgung – das haben die extremen Trockenjahre der jüngeren Vergangenheit gezeigt. Ziel ist daher auch die Stärkung der Talsperrenverbundsysteme.
Hoch­wasser­schutz Döbeln
30. August 2023
Hoch­wasser­schutz Döbeln
Mit den ersten Bohrungen begannen die Bauarbeiten an einem neuen Bauabschnitt der neuen Hochwasserschutzanlage in Döbeln (Landkreis Mittelsachsen). Gebaut wird eine 200 Meter lange Hochwasserschutzwand an der Wappenhenschanlage, die auf 186 Bohrpfählen gegründet wird. Das Projekt wurde von der EU als besonders wichtig eingestuft und mit 60 Prozent der Kosten kofinanziert.
Tag der Flüsse in Pirna
29. September 2023
Tag der Flüsse in Pirna
Zum internationalen Tag der Flüsse war die Zentrale der Landestalsperrenverwaltung in Pirna Gastgeber für den Schüleraktionstag der Landesstiftung Natur und Umwelt. Rund 150 Pirnaer Schüler/innen der 8. und 9. Klasse legten sich mächtig ins Zeug und stapelten Sandsäcke, bestimmten Fische, mikroskopierten und berechneten Durchflüsse für die Gottleuba.
Foto: Grundablassstollen der Talsperre Bautzen 
(© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Albrecht Holländer)

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Landestalsperren­­verwaltung Sachsen
Bahnhofstr. 14, 01796 Pirna
Telefon: +49 3501 796-0
Telefax: +49 3501 796-103
E-Mail: poststelle@ltv.sachsen.de
www.wasserwirtschaft.­sachsen.de

Redaktion:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gestaltung und Umsetzung:
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Redaktionsschluss:
Juni 2024