Ausgewählte Bauvorhaben
Hochwasserschutz für Röderau

Überblick

Gewässer  Elbe
verantwortlicher Betrieb  Oberes Elbtal
aktueller Status 
Planfeststellungsverfahren Prüfung und Auswertung der Stellungnahmen, Abstimmungen mit Einwendern und Genehmigungsbehörden, Planungsergänzungen
bisherige Aktivitäten
2004 - 30.01.2006 Vorplanung
2006 Screening/Umweltverträglichkeitsvorprüfung für die Hochwasserschutzlinie Nünchritz bis Elbbrücke Riesa
2007 - 2008

Deichzustandsanalyse zur Feststellung des Zustandes der Deiche und zur Ableitung erforderlicher Maßnahmen

Hydrologisches Gutachten zur Optimierung der Hochwasserschutzkonzeptmaßnahmen im Abschnitt zwischen Nünchritz und Kreinitz

2009 Hydrologisches Gutachten für die Elbe mit den Abflussganglinien für die Hochwasser-werte (HQ) HQ20, HQ50, HQ100 (Basis: Hochwasser 2002, Hochwasser 2006)
2009 - 2014 Entwurfs- und Genehmigungsplanung einschließlich umfangreicher natur-schutzfachlicher Untersuchungen und Planungen
09.07.2014 Antrag Planfeststellungsverfahren
2015 Öffentliche Auslegung, Stellungnahmen der Betroffenen
Ziel des Bauvorhabens

Schutz der Ortslage Röderau (Gemeinde Zeithain) vor einem Hochwasser mit einem Wasserstand von 8,76 m am Pegel Dresden bei einem Durchfluss von ca. 4300 m³/s (entspricht derzeit HQ100):
Die Ortslage Röderau wird bei einem Hochwasserereignis zunächst von zurückstauendem Wasser infolge der Überströmung des "Gohliser Loches" und bei weiter steigenden Wasserständen infolge Überströmung der Deichlinie zwischen Moritz und Promnitz bzw. B 169 gefährdet.

Ziel der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen ist es, die gefährdeten Ortslagen künftig vor Hochwasser mit den o. g. Kennwerten zu schützen. Die dafür vorgesehenen Maßnahmen entsprechen dem vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) bestätigten Hochwasserschutzkonzept (HWSK) Elbe.

Erläuterungen zum Projekt

Der Neubau einer Hochwasserschutzanlage (HWSA) für Röderau beginnt unmittelbar östlich der Wohnbebauung der Siedlung "Nordstraße" und erstreckt sich zunächst in einem Deichneubauabschnitt in Richtung Süden bis zum Anschluss an den bestehenden Lärmschutzdamm entlang der B 169 (siehe Lageplan). Dieser wird bis zur Kreuzung "Mühlenhäuser" mittels einer Spundwand zu einer Hochwasserschutzanlage ertüchtigt. In gleicher Weise wird der weiterführende Lärmschutzdamm in Richtung S 88 (Riesaer Straße) angepasst. Anschließend an das westliche Ende des Lärmschutzdammes erfolgt ein Deichneubau unmittelbar südlich der Wohnbebauung bis zum Anschluss an den Bahndamm.

Südlich dieser Hochwasserschutzanlage erfolgt der Bau einer Flutmulde, die bereits bei Hochwasser < HQ100 das aus dem "Gohliser Loch" durch die Bahndurchlässe einströmende Wasser aufnehmen und mittels neuen Durchlassbauwerken durch die S 88, die B 169 und die Straße "Mühlenhäuser" ableiten soll. Gleichzeitig dient diese Flutmulde der Rückführung ablaufenden Wassers nach einem Hochwasser.

Im Hochwasserfall werden die Straßendurchfahrten S 88 (Riesaer Straße) und "Mühlenhäuser" mittels Hochwasserschutztoren rechtzeitig verschlossen. Die Ortslage Röderau ist dann ausschließlich von Norden über die K 8574 aus Richtung Zeithain erreichbar.

Planung und Bauausführung

Genehmigungsbehörde
Landesdirektion Sachsen

Planung
Planungsgesellschaft Scholz + Lewis mbH

Technische Daten
Merkmal Wert
Länge der Maßnahme ca. 1.340 m
Schutzziel HQ100
Deich
Kronenbreite 3,0 m
Böschungsneigung 1 : 3
Kontakt

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

Britta Andreas, Katrin Schöne

Lage